Gemeinsam mit dem Generalsekretär der OECD, Angel Gurr0a, stellten die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, und der Präsident der Kultusministerkonferenz, der Berliner Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, am Dienstag, dem 18.09.2007, in Berlin die neue Ausgabe des OECD-Berichts "Bildung auf einen Blick" vor.
Bildungspolitisch wichtige Fragen werden anhand von Kernindikatoren im internationalen Vergleich der 30 OECD-Mitgliedsländer sowie einiger Partnerländer in der Veröffentlichung thematisiert. Bildungsbeteiligung und Bildungserfolg, öffentliche und private Bildungsausgaben, Bildung und Beschäftigung sowie Lehr- und Lernbedingungen an Schulen stehen im Fokus.
Investition in Bildung ist für den Einzelnen und die Gesellschaft lohnend. Personen mit höheren Bildungsabschlüssen weisen höhere Erwerbstätigkeitsquoten auf als Personen mit geringer Qualifikation. So lag im Jahr 2005 in Deutschland die Erwerbstätigenquote der 25- bis 64-Jährigen Männer mit einem Hochschul- oder vergleichbaren -Abschluss bei 86 Prozent, die für Frauen bei 79 Prozent, dagegen liegen die Beschäftigungsquoten bei denen, die über einen beruflichen Abschluss im Sekundarbereich II (z.B. abgeschlossene Lehre) oder darunter verfügen, deutlich niedriger.
In Deutschland sind 76 Prozent der Männer und 65 Prozent der Frauen mit Sekundar II-Abschluss in Beschäftigung. Mit einem Abschluss unterhalb des Sekundarbereichs II beträgt die Erwerbsquote bei den Männern 62 Prozent und bei Frauen 45 Prozent. Zugleich gibt es einen starken positiven Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Durchschnittseinkommen. In allen OECD-Ländern verdienen Personen mit einem Hochschulabschluss deutlich mehr als Absolventen des Sekundarbereichs, in der Regel sind es mehr als 50 Prozent.
Insgesamt steigt der Anteil der Akademiker in der OECD. Wachsende Anforderungen des Arbeitsmarkts, der Übergang in die Informations- und Wissensgesellschaft sowie höhere Bildungsansprüche des Einzelnen und der Gesellschaft haben international den Anteil junger Menschen, die einen Hochschulabschluss erwerben, ansteigen lassen.
Für die Schul- und Unterrichtsentwicklung hat die Schulevaluation an Bedeutung gewonnen. Dies gilt ebenso für viele weitere OECD-Mitgliedstaaten. Zentrale Prüfungen, regelmäßige Überprüfung der nationalen Bildungsstandards sowie länderspezifische und länderübergreifende Vergleichsarbeiten im Pflichtschulbereich sind Kernbestandteile.
Vollständiger Artikel: "Bildung auf einen Blick 2007"