Für die kommenden Jahrzehnte wird mit einem Engpass an höher qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gerechnet. Vor diesem Hintergrund sollte man annehmen, dass Unternehmen alles daran setzen, Fachkräfte und Führungskräfte an den Betrieb zu binden. Eine neue Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zeigt jedoch, dass Frauen ab 50 Jahren im mittleren und höheren Management auf große Widerstände stoßen und deshalb nicht selten aus dem Beruf aussteigen.
Im Mai 2011 hat das BMFSFJ die Studie "Managerinnen 50plus: Karrierekorrekturen beruflich erfolgreicher Frauen in der Lebensmitte" veröffentlicht. Sie basiert auf Interviews mit 30 Frauen zwischen 45 und 55 Jahren im mittleren und oberen Management in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Die zentralen Ergebnisse der Untersuchung: Langjährige Einsatzbereitschaft, Qualifikation und Opfer im Privatleben zahlen sich oft nicht aus. Positionen im Vorstand oder Aufsichtsrat bleiben vielen Frauen verwehrt, für sie scheint die Karriereleiter ab 50 keine Sprossen mehr zu haben.
Rund 40 Prozent der Interviewten gaben in der Studie an, gegen alle Widerstände für den weiteren Karriereaufstieg zu kämpfen und die Benachteiligungen nicht hinzunehmen. Rund 30 Prozent entschlossen sich für einen Karriere-Kurswechsel und nahmen neue Stellen an oder gründeten eigene Firmen. Weitere 30 Prozent hatten resigniert, sie gaben als Reaktion auf ihr berufliches Nichtvorankommen "innere Kündigung" und "Dienst nach Vorschrift" an.
Mehr Informationen erhalten Sie unter www.erfahrung-ist-zukunft.de
Die Studie "Managerinnen 50plus" steht hier zum Download bereit. (PDF-Dokument)