Um Perspektiven einer geschlechtergerechten Schule aufzuzeigen, veranstaltet das nordrhein-westfälische Schulministerium in Zusammenarbeit mit dem Didacta-Verband der Bildungswirtschaft und der Stiftung Partner für Schule NRW den dritten forum schule-Fachkongress am 13. Oktober in Köln. Im Rahmen von "Neue Perspektiven für Jungen und Mädchen. Individuelle Förderung und Geschlechtergerechtigkeit" können sich Lehrkräfte unter anderem über eine geschlechtsspezifische Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen, über das Aufbrechen von starren Rollenzuweisungen im Schulalltag sowie über Berufsorientierung informieren.
Prominente Referenten wie Prof. Dr. Stefan Aufenanger von der Universität Mainz, gemeinsam mit Prof. Dr. Renate Luca (Universität Hamburg) beleuchten die sozialen Einflussfaktoren, mit denen die geschlechtergerechte Schule konfrontiert ist, insbesondere die Mediennutzung von Jungen und Mädchen unter dem Gesichtspunkt einer "Geschlechtersensiblen Medienkompetenzförderung". Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor des kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, berichtet über die "Krise der Jungen".
In vier Fachforen können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einzelne Aspekte zur geschlechtergerechten individuellen Förderung vertiefen. Themen sind die "Leseinteressen und -bedürfnisse von Jungen", "Medien im Unterricht", die "Geschlechtersensible Berufsorientierung" und "Konzepte für eine geschlechtergerechte Schule". Carmen Ruffer und Miguel Diaz vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit werden hier das Thema "Perspektiven eröffnen: Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag und Neue Wege für Jungs" in einem gemeinsamen Vortrag vorstellen.
Auf dem Kongress wird zudem das "Gütesiegel Individuelle Förderung" des Schulministeriums an vorbildliche Schulen aus NRW verliehen. Das Gütesiegel zeichnet gelingende Praxis individueller Förderung aus.
Information und Anmeldung: www.partner-fuer-schule.nrw.de