Tag der Technik 2006: Frauen in den Ingenieurwissenschaften
Akuten Handlungsbedarf für den weiblichen Nachwuchs sieht das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit anlässlich des "Tags der Technik" am 19. und 20. Mai 2006. Die Daten und Fakten aus Studium und Beruf zeigen: die Ingenieurwissenschaften lagen bisher bei den Frauen im Aufwind, nun droht die Trendwende.
Jährlich stellt das Kompetenzzentrum Zahlen und Fakten über aktuelle Entwicklungen in Ingenieurwissenschaften und Informatik zusammen und stellt diese für Beratungen und Weichenstellungen der Politik, der Wirtschaft und den Verbänden zur Verfügung. Als Partner der Initiative Tag der Technik engagiert sich insbesondere für eine aktive Beteiligung der Frauen-Technik-Netzwerke und für mehr Angebote für breitere Bevölkerungsgruppen.
Angesichts der bundesweit stark wachsenden Nachfrage nach qualifiziertem Nachwuchs ruft das Kompetenzzentrum dazu auf, eine neue Offensive für Frauen in Ingenieurwissenschaften zu starten. "Fast unbemerkt von der deutschen Öffentlichkeit droht eine klare Erfolgsstory zu Ende zu gehen," fasst Barbara Schwarze, Vorsitzende des Kompetenzzentrums Technik - Diversity - Chancengleichheit, das Ergebnis des diesjährigen Datenberichts zusammen. So habe sich beispielsweise die Zahl der Studienanfängerinnen im Maschinenbau und in Elektrotechnik in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Während im Maschinenbau noch im Jahr 2003 ein Prozentsatz von knapp 19 % Frauen zu Studienbeginn zu verzeichnen war, kletterte ihr Anteil in der Elektrotechnik zwar "nur" von 4,5% auf 9%, der lang anhaltende Aufwärtstrend sei aber unverkennbar gewesen, so Schwarze heute zum Auftakt des "Tags der Technik".
Der Erfolg des Hochschulwissenschaftsprogramms von Bund und Ländern und zahlreicher Projekte in Wirtschaft und Ingenieurverbänden macht sich derzeit auch noch bei den Studienabschlüssen bemerkbar: Im Jahr 2004 beendeten 2.700 Maschinenbauabsolventinnen(16,5 %) erfolgreich das Studium.
Nun droht angesichts deutlich rückläufiger Zahlen bei den Ingenieurstudentinnen ein baldiges Ende des positiven Langzeittrends. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der Studienanfängerinnen im Maschinenbau um 6%, die Zahl ihrer Kommilitonen ging dagegen kaum spürbar zurück, um 0,6 %. In Elektrotechnik sank die Zahl der Anfängerinnen um 4 % gegenüber dem Vorjahr, in Bauingenieurwesen brach der Anteil der Frauen mit einem Minus von 11% ein.
"In den Studiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauingenieurwesen geht die Zahl der Studienanfängerinnen an den Universitäten noch stärker zurück als an den Fachhochschulen", stellt Burghilde Wieneke fest, Vizepräsidentin der Technischen Fachhochschule Berlin und Vorstandsmitglied des Kompetenzzentrums. Der negative Trend sei allerdings auch an den Fachhochschulen spürbar, ergänzt Wieneke, daher müsse das Engagement aller Hochschulen dringend durch bundesweite Aktionen der Wirtschaft, des Bundes und der Länder verstärkt werden.
Es gelte also, die guten Beispiele in der Zusammenarbeit von Schulen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen für mehr Studentinnen in den Ingenieurwissenschaften endlich in die Breite zu stellen und zu verstetigen, so das Fazit der beiden Vorstandsfrauen des Kompetenzzentrums, die dieses gleich durch konkrete Vorschläge ergänzen. Gendersensible Technologieprojekte in Schulen, wie das bundesweite Robotikprojekt ?Roberta? des Fraunhoferinstituts für Autonome Intelligente Systeme (Fraunhofer AIS) sollen zukünftig zum integralen Bestandteil des Unterrichts in allen Schulen werden. So kann schon früh das Interesse von Mädchen und Jungen für technische Fragestellungen geweckt werden. In enger Verbindung zwischen Kommunen, ihren Schulen, Hochschulen und Wirtschaft in der Region müssten solche Erfolgsprojekte von der Erprobungsphase in die Kontinuität überführt werden.
Ingenieurinnennetzwerke weisen darüber hinaus auf die Notwendigkeit flankierender Maßnahmen im Beruf hin. Es sei angesichts der zunehmenden Konkurrenz um das hohe Qualifikationspotenzial junger Ingenieurinnen und Ingenieure dringend erforderlich, für eine Arbeitsplatzqualität zu sorgen, die neben Angeboten zur Weiterqualifizierung auch eine größere Flexibilität von Arbeitszeit und -ort ermögliche. Burghilde Wieneke, Maschinenbauprofessorin und aktives Mitglied der Frauen im Ingenieurberuf (FiB) beim Verein Deutscher Ingenieure, ist überzeugt davon, dass nur so hoch qualifizierte junge Frauen, aber auch ihre jungen Ingenieurkollegen den Unternehmen als motivierte Leistungsträger erhalten bleiben werden.
Das Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V. fördert mit bundesweiten Projekten die verstärkte Nutzung der Potentiale von Frauen zur Gestaltung der Informationsgesellschaft und Technik sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern. Erfolgreiche Projekte sind beispielsweise der jährlich stattfindende "Girls?Day - Mädchen-Zukunftstag" und die "Genderaktivitäten in den Wissenschaftsjahren" - aktuell im Informatikjahr 2006.
Kontakt:
Dörte Jödicke
Kompetenzzentrum Technik - Diversity - Chancengleichheit e.V.
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10, 33602 Bielefeld
Fon: +49 521 106-73 64, Fax: +49 521 106-71 71
Email:
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kompetenzz
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Frauen in den Ingenieurwissenschaften [127,65 kB | pdf]
E-Integration. IT-Roadmap zur gesellschaftlichen Integration
Computer und Internet können wesentlich dazu beitragen, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund deutlich zu verbessern. Zu diesem Schluss kommt die IT-Roadmap "E-Integration", die von der Initiative D21 gemeinsam mit Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer am 13. Dezember 2007 in Berlin vorgestellt wurde. In Anlehnung an die Arbeitsgruppen des Nationalen Integrationsplans dokumentiert die IT-Roadmap herausragende Praxisbeispiele, die sich der Informations- und Kommunikationsmedien zur gesellschaftlichen Integration bedienen. Gleichzeitig gibt sie Handlungsempfehlungen, wie die Integration in Deutschland mit Hilfe dieser neuen Medien gewinnbringend vorangetrieben werden kann.
Lernen Frauen und Männer unterschiedlich?
Die Studie von Jutta Arrenberg und Susann Kowalski untersucht das Lernverhalten von Studierenden.Lehrveranstaltungsevaluationen zeigen immer wieder, dass ein und dieselbe Lehrveranstaltung sehr unterschiedlich bewertet wird. Frauen und Männer reagieren unterschiedlich auf Lehrangebote. Ziel der Studie ist es ist, einen Leitfaden für Lehrende zu erstellen, um in den Vorlesungen noch besser auf die spezifischen Bedürfnisse der Studierenden eingehen zu können.Ausgehend von einer deutschlandweiten Befragung werden die Angaben der Studierenden hinsichtlich der Unterschiede von Frauen und Männern betrachtet. Lernen Frauen anders als Männer? Und wenn ja, was genau sind die Unterschiede?
Studie: Lernen Fraun und Männer unterschiedlich? [264,92 kB | pdf]
"Zeit, dass sich was dreht" - Technik ist auch weiblich!
Die Studie identifiziert erfolgreiche Projekte zum Imagewandel technischer Berufe: Ein neues Image muss her! Technische Berufe gelten in Deutschland immer noch als unattraktiv für den weiblichen Nachwuchs. Die vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration in Auftrag gegebenen Studie "Zeit, dass sich was dreht - Technik ist auch weiblich!" identifiziert erfolgreiche Projekte in NRW, die zeigen wie das Image von technischen Ausbildungen und Berufen wirksam verändert werden kann. Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf dem Ruhrgebiet.
Charta der Vielfalt
Der Geschäftsführende Vorstand des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit hat auf seiner Sitzung im Juni die Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt" beschlossen. Am 14. Dezember hat die Geschäftsführerin Birgit Kampmann die Urkunde von Frau Dr. Dagmar Beer-Kern im Bundeskanzleramt in Empfang genommen.
Weiblicher Fachkräftenachwuchs für den Mittelstand
Am 27. Mai 2008 fand von 10.00 bis 16.00 Uhr in der Fachhochschule Bielefeld ein breiter Erfahrungsaustausch über wirksame Strategien zur Gewinnung des weiblichen Techniknachwuchses statt. Vorgestellt wurden vorbildhafte Konzepte, Projekte und Ideen an der Schnittstelle Studium und Beruf aus der Region Ostwestfalen-Lippe. Diese Region verfügt über einen erheblichen Anteil mittelständischer familiengeführter Unternehmen und Unternehmensverbünde, die sich in großer Zahl schon seit längerem gemeinsam mit der Industrie mit erfolgreichen Maßnahmen für den Nachwuchs engagieren. Ziel war es, diese Stärken insbesondere für qualifizierte weibliche Fachkräfte herauszuarbeiten und die Anziehungskraft der Region für diese Zielgruppe im Zusammenspiel von Unternehmen und Hochschulen in die Öffentlichkeit zu tragen.
WoMenPower 2008
"Potenziale nutzen - Vielfalt erleben" 5. Fachkongress im Rahmen der Hannover Messe am 25. April endete mit Besucherinnenrekor: Bereits zum fünften Mal fand WoMenPower - der Fachkongress zum Thema Chancengleichheit von Frauen und Männern in Wirtschaft und Forschung im Rahmen der HANNOVER MESSE am 25. April statt. Die Veranstaltung wurde von Bundesministerin Ursula von der Leyen eröffnet, die die diesjährige Schirmherrin ist, und zählte fast 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Girls'Day im IdeenPark 2008
Berufsorientierung für Mädchen zum Mitmachen: Rund 130.000 Mädchen waren beim Girls'Day 2008 dabei: Jetzt können Schülerinnen auch am Girls'Day-Stand im IdeenPark, der vom 17.-25.05.2008 in Stuttgart seine Tore öffnet, neue Möglichkeiten für die Berufswahl entdecken. Erstmalig in diesem Jahr ist der Girls'Day mit seinem Angebot dabei: in "SchlauLoPolis", der Stadt der Bildung, werden Mitmach-Aktionen, Information und Beratung zur Berufsorientierung zu Handwerk, Naturwissenschaft und Technik für Mädchen und junge Frauen geboten.
vollständige Pressemitteilung
Gipfel der Businessfrauen - Global Summit of Women in Kairo
Die wirtschaftliche Stärkung von Frauen durch eine effektive Nutzung neuer Technologien war ein Kernthema des diesjährigen Global Summit of Women vom 10. bis 12. Juni in Kairo. Geschäftsführerin Birgit Kampmann und Mitarbeiterin Carmen Ruffer nahmen auf Einladung der Deutschen Telekom an dem dreitägigen Gipfel unter der Schirmherrschaft von First Lady Suzanne Mubarak teil. Sie präsentierten an einem Gemeinschaftsstand auf der parallel stattfindenden Womens Expo erfolgreiche nationale und internationale Projekte und Aktivitäten des Verein.
Girls'Day in Südkorea
Im November 2006 präsentierte sich der Girls'Day - Mädchen-Zukunftstag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul und traf international auf großes Interesse. Auf Einladung der Seoul Women's Foundation und des Resource Centers for Young Women stellte Carmen Ruffer als Mitarbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit des Girls'Day das innovative Berufsorientierungsprojekt des Kompetenzzentrums in einem Fachvortrag auf dem internationalen Symposiums vor. Zum Thema der Konferenz "International Symposium on Developing Integrated Empowerment Programs for Female Teenagers" wurden verschiedene Ansätze zur Stärkung von Mädchen dargestellt und diskutiert.
Weltfrauengipfel 2007 in Berlin: Der Globale Marktplatz
Der Globale Marktplatz:
Vom 14. bis 16. Juni 2007 fand im Berliner Hotel Intercontinental der diesjährige Global Summit of Women, das Gipfeltreffen der Frauen, mit 1000 Deligierten aus 95 Ländern statt. Der German Women's Leadership Award wurde an Rita Süßmuth verliehen. Eindrücke und Fotos vom Summit sind auf der Internetseite des Globewomen-Netzwerkes verfügbar. Die Autorin und Coaching-Expertina Martina Haas hat auf ihrer Website einen persönlichen Erfahrungsbericht veröffentlicht.
Kongress "Exzellenz und Power in ICT" - ICT- Nachwuchs hoch willkommen
Der Kongress anlässlich des Informatikjahres fand am 11. März 2006 auf der CeBIT in Hannover statt und traff mit seiner spannenden Diskussionen zu Work-Life-Balance und exzellentem Nachwuchs in der ICT Branche auf g roße positive Resonanz.
Für viele hochqualifizierte Nachwuchskräfte hat die Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) das Image einer kurzlebigen und technikzentrierten Branche. Ein Grund das sich viele - insbesondere junge Frauen - für andere Berufsfelder entscheiden. Der Kongress zeigte durch exzellente Beispiele und Personen, was die Branche an neuen praxisorientierten Technologien, neuen Arbeitsformen, Unternehmenskulturen und Work-Life-Strategien bietet. Beim Messerundgang "Lets Nets" am Nachmittag gaben Forscherinnen Einblick in ihre Tätigkeit. Der Kongress wurde gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der Initiative D21 und der CeBIT unterstützt.



















