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Studium

Hier finden Sie eine Auswahl aktueller Daten zu den technisch-ingenieurwissenschaftlichen Studienbereichen.

Die Daten basieren auf den jährlich erscheinenden Studierenden- und Prüfungsstatistiken des Statistischen Bundesamtes destatis, die in der Fachserie 11 als Reihe 4.1 "Studierende an Hochschulen" bzw. Reihe 4.2 "Prüfungen an Hochschulen" veröffentlicht werden. Weitere Hinweise zu den Daten

Eine Zusammenstellung weiterführender Materialien und Links zu anderen Datenquellen im Internet zum Bereich Studium finden Sie hier.

Vorläufige Zahlen für das Studienjahr 2010 in ausgewählten Studienbereichen

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nehmen im Studienjahr 2010 (Sommersemester 2010 und Wintersemester 2010/2011) rund 442.600 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf. Im Vergleich zu 2009 ist die Zahl der Erstimmatrikulierten um mehr als 4% gestiegen. Knapp die Hälfte der Studienanfänger (220 200) war weiblich.

Für vier ausgewählte technische Studienbereiche – Informatik, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau – liegen erste vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes über die Studierenden vor, die sich im Studienjahr 2010 (Sommersemester 2010 und Wintersemester 2010/2011) für ein entsprechendes Fachstudium immatrikulierten.

Die Zahlen zeigen auch für das Studienjahr 2010 einen erneuten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Für das Studienjahr 2010 verzeichnet der Studienbereich Informatik einen wiederholten Zuwachs um diesmal 2,9 % (+1.093). Seit 1995 haben sich die Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester Informatik damit mehr als verdreifacht (1995: 12.936; 2010: 39.374), ein Blick auf die Anzahl der Studienanfängerinnen zeigt eine Erhöhung in diesem Zeitraum um mehr als das Vierfache (1995: 1.778; 2010: 7.640). Im Vergleich zum Vorjahr immatrikulieren sich im Studienjahr 2010 4,9 % (+358) mehr Studentinnen und 2,4 % (+735) mehr Studenten. Der prozentuale Anteil der Frauen liegt mit 7.640 Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester bei 19,4 %, eine Erhöhung um 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr.

 

Auch im Studienbereich Bauingenieurwesen setzt sich der positive Trend des Vorjahres weiter fort. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger wächst im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 % (+1.733) auf insgesamt 14.345 Studierende im 1. Fachsemester an. Laut den vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes haben sich die Immatrikulationen der Frauen in diesem Studienbereich seit 1995 um 35,6 % erhöht (1995: 2.807; 2010: 3.805). Noch nie waren so viele Frauen im Studienbereich Bauingenieurwesen eingeschrieben wie im Studienjahr 2010. Dadurch dass die Zahl der Studienanfängerinnen zwar um 10,1 % (+350) ansteigt, sich aber auch 15,1 % (+1.383) mehr Männer für ein Studium in diesem Bereich entscheiden als im Vorjahr, sinkt der prozentuale Frauenanteil um 0,9 Prozentpunkte auf 26,5 %.

 

Auch für den Studienbereich Elektrotechnik meldet das Statistische Bundesamt einen hohen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Mit einer Zunahme von 7,5 % (+1.507) sind im Studienjahr 2010 insgesamt 21.664 Studierende im 1. Fachsemester Elektrotechnik immatrikuliert. Besonders bei den Frauen kommt es zu einem vergleichsweise starken prozentualen Anstieg von 15,4 % (+311), die Zahl der Männer nimmt um 6,6 % (+1.196) zu. Seit dem Studienjahr 1995 haben sich die Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester Elektrotechnik mehr als vervierfacht. Der prozentuale Frauenanteil erhöht sich um 0,8 Prozentpunkte auf 10,8 %.

 

Im Studienbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik entscheiden sich 2 % (+923) mehr Studierende für ein Studium in diesem Bereich als noch im Jahr zuvor. Insgesamt immatrikulieren sich im Studienjahr 2010 47.134 Frauen und Männer: Im prozentualen Vergleich ist bei den Männern mit 2,3 % (+863) mehr Studienanfängern ein stärkerer Zuwachs zum Vorjahr zu erkennen als bei ihren weiblichen Kommilitonen (+0,7 %). Doch hat sich die Zahl der Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester seit 1995 mehr als verdreifacht (1995: 2.544; 2010: 8.639). Noch nie zuvor waren so viele Frauen in diesem Studienbereich eingeschrieben wie im Studienjahr 2010.

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Ingenieurwissenschaften in 2009

Wie schon in den Jahren zuvor, weisen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes auch für das Studienjahr 2009 (Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010) einen erneuten Anstieg bei den Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften auf. Im Vergleich zum Vorjahr entscheiden sich 2009 15,9 % mehr Studienanfängerinnen und Studienanfänger für ein Studium in dieser Fächergruppe (+15.596 Studierende).

Betrachtet man die Daten der vergangenen Jahre genauer, so zeigt sich, dass die Studierendenzahlen im 1. Fachsemsester seit 1995 tendenziell, mit leichten Schwankungen, kontinuierlich ansteigen. Im Studienjahr 2009 sind nun insgesamt 113.380 Studierende im 1. Fachsemester immatrikuliert, im Vergleich zu 1995 mit 60.827 Studierenden eine Zunahme um 86,4 % (+52.553).

Der positive Verlauf wird besonders bei den Studienanfängerinnen deutlich. Entschieden sich 2007 insgesamt 18.373 Frauen für ein Studium in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften, sind es 2008 schon 21.373 und 2009 bereits 24.971 Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester. Prozentual steigt der Frauenanteil im Studienjahr 2009 um 16,8 % (+3.598) im Vergleich zum Vorjahr und um 35,9 % (+6.598) im Vergleich zu 2007.

Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen in der Fächergruppe Ingenieur-wissenschaften liegt 2009 bei über 22 %.

Einen hohen absoluten Anstieg innerhalb der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften verzeichnet der Studienbereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik. Insgesamt immat-rikulieren sich im Studienjahr 2009 46.211 Studierende im 1. Fachsemester, 3.090 mehr als noch 2008. Das entspricht einer Steigerung um 7,2 %.

Im prozentualen Vergleich ist bei den Männern mit 7,5 % (+2.637) im Vergleich zum Vorjahr ein höherer Zuwachs zu erkennen als bei den Frauen (+5,6 %), wodurch auch der prozentuale Frauenanteil um 0,2 Prozentpunkte auf 18,6 % sinkt. Insgesamt hat sich die Zahl der Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester Maschinenbau/Verfahrenstechnik seit 1995 jedoch mehr als verdreifacht (1995: 2.544; 2009: 8.579) - allein seit 2006 ist die Zahl der Studienanfängerinnen um 35,7 % (+2.257) gestiegen.

Der Studienbereich Bauingenieurwesen weist bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern im 1. Fachsemester mit einem Plus von 17,9 % einen sehr hohen prozentualen Anstieg auf. Im Studienjahr 2009 entscheiden sich insgesamt 12.612 Studierende für ein Studium in diesem Bereich, 1.911 mehr als im Jahr zuvor.

Im einzelnen nimmt die Zahl der männlichen Studierenden im Vergleich zu 2008 um 17,9 % (+ 1.388) zu, bei den Frauen ist die Steigerungsrate mit 17,8 % (+ 523) nahezu identisch. Ein Längsschnittvergleich zeigt bei beiden Geschlechtern einen ähnlichen Verlauf: Anfang bis Mitte der 1990er Jahre erreicht die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester im Studienbereich Bauingenieurwesen ihren Höhepunkt, sinkt danach bis 2001 auf ihren Tiefstand, um anschließend bis 2009 tendenziell wieder anzusteigen. Trotz ähnlicher Verläufe zwischen Frauen und Männern, können männliche Studierende auch 2009 nicht an die Zahlen von 1995 anschließen. Ihr Anteil sinkt zwischen 1995 und 2009 um 14,2 % (1995: 10.678; 2009: 9.157). Im gleichen Zeitraum steigt der Anteil der Frauen dagegen um 23,1 % an (1995: 2.807; 2009: 3.455).

Der Frauenanteil liegt 2009 wie auch schon im Studienjahr 2008 bei 27,4 %.

Auch im Studienbereich Elektrotechnik ist eine Erhöhung der Studierendenzahlen im 1. Fachsemester zu erkennen. Waren im Studienjahr 2008 noch 18.383 Studienanfängerinnen und Studienanfänger in diesem Studienbereich immatrikuliert, nimmt der Anteil um 9,7 % zu (+1.774).

Verglichen mit dem Studienjahr 2008 schreiben sich prozentual mehr Frauen in diesem Studiengang ein als Männer – bei den Studienanfängerinnen steigt die Zahl der Immatri-kulationen um 13,2 % (+ 236), bei den Studienanfängern ist ein Zuwachs von 9,3 % (+1.538) zu verzeichnen.

Ein Vergleich der Studienjahre 1995 und 2009 zeigt, dass sich die Anzahl der Studien-anfängerinnen in diesem Zeitraum (1995: 568; 2009: 2.023) knapp vervierfacht haben, die Immatrikulationen bei den Männern haben im gleichen Zeitraum um 65,1 % zugenommen (1995: 10.986; 2009: 18.134).

Der Frauenanteil erhöht sich im Studienjahr 2009 um 0,3 Prozentpunkte auf 10 %, d.h. von den insgesamt 20.157 Studierenden sind 2.023 weiblich.

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Mathematik und Naturwissenschaften in 2009

Wie auch in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften setzt sich in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften der positive Trend der vorangegangenen Studienjahre weiter fort. Registrierte das Statistische Bundesamt schon für das Studienjahr 2008 einen Zuwachs um 7 % bei den Studierenden im 1. Fachsemester, zeigen die Zahlen für das Studienjahr 2009 (Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010) einen erneuten Anstieg um 13,1 % (+12.754).

Dies wird besonders bei den Studienanfängerinnen deutlich: Immatrikulierten sich schon im Studienjahr 2008 6,4 % mehr Frauen in dieser Fächergruppe als im Vorjahr, entscheiden sich 2009 erneut 14 % (+5.333) mehr für ein Studium in diesem Bereich. Bei den Männern kommt es zu einem Zuwachs von 12,5 % (+7.421).

Seit 1995 hat sich die Zahl der Studienanfängerinnen in Mathematik und Naturwissenschaft weit mehr als verdoppelt (1995: 20.744; 2009: 43.559), bei den Studienanfängern zeigt sich ein ähnlicher, wenn auch nicht so stark ausgeprägter Trend (1995: 33.778; 2009: 66.689).

Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen liegt im Studienjahr 2009 bei 39,5 %, d.h. von den insgesamt 110.248 Studierenden im 1. Fachsemester sind 43.559 weiblich und 66.689 männlich. Im Vergleich zum Vorjahr steigt der prozentuale Frauenanteil um 0,3 Prozentpunkte an.

Knapp 15 % aller Studienanfängerinnen entscheiden sich 2009 für ein Studium im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften.

Im Studienbereich Informatik kommt es ebenfalls zu einer Steigerung bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern: Im Vergleich zum Vorjahr meldet das Statistische Bundesamt für 2009 einen Zuwachs um 10,9 % (+3.770) auf insgesamt 38.281 Studierende im 1. Fachsemester – im Einzelnen entscheiden sich 13,2 % (+850) mehr Frauen und 10,4 % (+2.920) mehr Männer für ein Studium in diesem Bereich als noch 2008.

Insgesamt war die Zahl der weiblichen und männlichen Studienanfänger in Informatik in den letzten Jahren – bedingt durch konjunkturelle Entwicklungen – schwankend. Doch der Blick auf einen längeren Zeitraum zeigt, dass die Zahl der Studienanfängerinnen in Informatik deutlich zugenommen hat. Sie lag 1995 bei 1.778 und hat sich bis 2009 auf 7.282 mehr als vervierfacht. Im gleichen Zeitraum verdreifachten sich die Zahlen der männlichen Studienanfänger in Informatik knapp von 11.158 auf 30.999. Die 7.282 Studienanfängerinnen im Studienjahr 2009 machen einen prozentualen Anteil von 19 % aus, 0,4 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor.

Für den Studienbereich Chemie ist im Studienjahr 2009 ein erneuter Zuwachs festzustellen: Es immatrikulieren sich 8,4 % (+980) mehr Studienanfängerinnen und Studienanfänger als noch im Jahr zuvor. Aufgeschlüsselt nach Frauen und Männern ist das Verhältnis relativ ausgeglichen: Nimmt die Zahl der Studentinnen im 1. Fachsemester um 8,6 % (+477) zu, erhöht sich die der Studenten um 8,2 % (+503). Der prozentuale Frauenanteil liegt bei 47,5 %: Von den insgesamt 12.661 Studierenden in diesem Studienbereich sind 6.020 weiblich.

Einen der höchsten prozentualen Anstiege bei den Studierenden im 1. Fachsemester mit einem Plus von 15,9 % (+1.288) vermeldet im Studienjahr 2009 der Studienbereich Physik, Astronomie. Aufgeschlüsselt nach Frauen und Männern liegt das Verhältnis bei 17,3 % (+320) zu 15,5 % (+968) mehr Immatrikulationen im Vergleich zum Vorjahr. Damit erreicht der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen in diesem Studienbereich im Jahr 2009 mit insgesamt 2.165 registrierten Studentinnen im 1. Fachsemester einen Wert von 23,1 %.

Seit dem Studienjahr 1995 haben die Hochschuleinschreibungen der Frauen im 1. Fachsemester um 118 % (+1.172) zugenommen, bei den Männern ist der prozentuale Anstieg deutlich geringer. Er liegt bei 62,2 % (+2.762).

Der Studienbereich Mathematik verzeichnet für das Studienjahr 2009 einen signifikanten Zuwachs bei den Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester. Im Vergleich zu 2008, als die Immatrikulationen von Studienanfängerinnen um 1% (-92) zurückgingen, zeigt das Studienjahr 2009 wieder einen deutlichen Anstieg der weiblichen Studiederenden im 1.Fachsemester um 13,5% (+1.179).

Wie schon in den Jahren zuvor sind auch 2009 in diesem Studienbereich die Frauen überdurchschnittlich stark vertreten: Die 9.911 Studienanfängerinnen bilden einen prozentualen Anteil von 52 %.

Insgesamt steigt die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester im Studienjahr 2009 im Studienbereich Mathematik um 13,6 % (+2.281) auf 19.061 an.

 

Absolventinnen und Absolventen in Ingenieurwissenschaften 2009

In der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften ist auch für das Prüfungsjahr 2009 ein positiver Trend zu beobachten: Nach Angaben der Prüfungsämter der deutschen Hochschulen hat sich die Zahl der Absolventinnen und Absolventen von 2008 auf 2009 erneut um 8,7 % (+4.217) erhöht. Laut Statistischem Bundesamt gab es 2008 im Vergleich zum Vorjahr noch eine Steigerungsrate von 10,7%.

Auch sind die Zahlen der bestandenen Examina und Promotionen in den zurückliegenden Jahren immer wieder Schwankungen unterworfen (1995: 50.857, 2002: 36.147, 2009: 52.968), doch seit dem letzten Tiefstand im Jahr 2002 mit 36.147 bestandenen Prüfungen sind die Werte kontinuierlich angestiegen und erreichen im Prüfungsjahr 2009 mit 52.968 den höchsten Stand. Seit dem Jahr 2002 hat sich die Zahl der Absolventinnen und Absolventen um 46,5 % (+16.821) erhöht.

Bei den Frauen melden die Prüfungsämter für das Prüfungsjahr 2009 einen Anstieg der bestandenen Prüfungen um 8,6 % (+950), bei den Männer kommt es zu einer Zunahme von 8,7 % (3.267). Ein Vergleich der zurückliegenden Prüfungsjahre zeigt jedoch, dass seit 1995 die Zahl der von Frauen bestandenen Prüfungen tendenziell angestiegen ist (1995: 7.087; 2002: 7.678; 2009: 11.954). Bei den Männern kommt es im selben Zeitverlauf zu starken Einbrüchen (1995: 43.770; 2002: 28.469; 2009: 41.014). Die Zahl der Absolventinnen liegt, mit einer Steigerung von 68,7 % (+4.867) zwischen 1995 und 2009, im Prüfungsjahr 2009 so hoch wie nie zuvor.

Auch in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften werden die meisten Abschlüsse noch in Diplomstudiengängen abgelegt: 20,7 % (10.950) aller Abschlüsse führen im Prüfungsjahr 2009 zu einem universitären Abschluss, 43% (22.768) zu einem Fachhochschulabschluss. Die Bachelorabschlüsse sind jedoch auf dem Vormarsch: Waren im Prüfungsjahr 2008 noch 11,1 % (5.426) aller Abschlüsse ein Bachelorabschluss, werden für das Prüfungsjahr 2009 bereits 22,6 % (11.981) gezählt.

Zwischen 2008 und 2009 reduzieren sich die Promotionen um 7,9 % (-201). Dieser Rückgang ist vor allem auf die sinkende Anzahl an Dissertationen bei den Männern zurückzuführen (2008:2.178; 2009:1.940). Bei den Frauen dagegen stiegen die Promotionen um 2,8 Prozentpunkte auf 17,1% an (2008: 363; 2009: 400). erhöht sich der Frauenanteil um 2,8 Prozentpunkte auf 17,1 %.

Von 2008 auf 2009 steigt die Anzahl der im Studienbereich Maschinenbau/Verfahrens-technik erworbenen akademischen Grade um 9,4 % (+1.844) an, bei den Absolventinnen um 5 % (+191), bei den Absolventen um 10,5 % (+1.653).

Die bestandenen Hochschulabschlüsse im Studienbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik weisen im Zeitverlauf teilweise extreme Schwankungen auf. Mit insgesamt 22.304 erfolgreichen Abschlüssen wurde 1996 die bisher höchste Zahl an Absolventinnen und Absolventen registriert. Nach einem Abfall auf 11.882 im Jahr 2002, steigen die Werte seitdem wieder kontinuierlich an und erreichen mit 21.433 bestandenen Abschlüssen im Prüfungsjahr 2009 annähernd den Höchststand von 1996.

Die Zahl der von Männern erworbenen akademischen Grade hat 2009 mit 17.443 den Stand von 1996 (19.861) noch nicht wieder erreicht. Bei den Frauen kommt es jedoch im selben Zeitraum zu einer Zunahme um 63,3 % (1996: 2.443; 2009: 3.990). Der prozentuale Frauenanteil liegt im Prüfungsjahr 2009 bei 18,6 % (1996: 11 %).

Die Doktortitel im Prüfungsjahr 2009 im Studienbereich Maschinenbau/ Verfahrenstechnik nehmen zwar um insgesamt 77 im Vergleich zu 2008 ab, die Frauen bleiben aber auf dem Vormarsch: Die Zahl der Promovendinnen erhöht sich von 162 auf 180 (+18), die der Promovenden hingegen geht von 1.056 auf 961 (-95) zurück. Daraus resultiert eine Erhöhung des prozentualen Frauenanteils um 2,5 Prozentpunkte auf 15,8 %.

Die an deutschen Hochschulen registrierten Abschlüsse im Studienbereich Elektrotechnik haben im Prüfungsjahr 2009 um 3,2 % (+323) zugenommen. Die Zahl der von Männern erreichten akademischen Grade erhöht sich dabei um 4 % (+361). Damit setzt sich die kontinuierlich positive Entwicklung der letzten Jahre bei den Absolventen weiter fort. Seit dem letzten Tiefstand im Jahr 2002 hat sich die Zahl der bestandenen Abschlüsse um 46,2 % (+2.976) erhöht. Doch der bisherige Höchststand an bestandenen Abschlüssen im Studienjahr 1995 wurde bisher nicht wieder erreicht. Hier verließen 13.594 Männer die Hochschulen mit einem akademischen Titel, im Prüfungsjahr 2009 sind es mit 9.423 30,7 % (-4.171) weniger.

Bei den Frauen zeigt sich ein anderes Bild: Nachdem die Zahlen der Absolventinnen seit dem letzten Tiefstand im Jahr 2001 von 288 kontinuierlich angestiegen waren und mit 889 Abschlüssen im Jahr 2008 einen absoluten Höchststand erreichten, gehen die Hochschulabschlüsse im Prüfungsjahr 2009 erstmalig um 4,3 % (-38) auf 851 zurück. Ein Vergleich der Studienjahre 2001 und 2009 zeigt jedoch, dass sich die Absolventinnenzahlen in diesem Zeitraum fast verdreifacht haben (2001: 288; 2009: 851).

Von den Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2009 erwerben 20 % (2.050) einen universitären Abschluss (Universitätsdiplom oder gleichwertiger Abschluss), 42,9 % ein Fachhochschuldiplom (4.409), und 0,7 % (69) beenden ihr Studium mit einer Lehramtsprüfung. 10,6 % (1.088) der Gesamtabschlüsse dieses Studienbereiches sind Master- und 20,3 % (2.090) Bachelorabschlüsse.

Bei den Promotionen ist ein Zuwachs der an Frauen verliehenen Doktortitel erkennbar. Von den insgesamt 568 Promotionen im Prüfungsjahr 2009 werden 56 von einer Frau abgelegt, 13 mehr als im Vorjahr. Bei den Doktoranden geht die Zahl der abgelegten Promotionen auf 512 (-53) zurück. Der prozentuale Frauenanteil erhöht sich um 2,8 Prozentpunkte auf 9,9 %.

 

Im Studienbereich Bauingenieurwesen zeichnet sich im Prüfungsjahr 2009 eine positive Trendwende ab. Nahmen die registrierten Hochschulabschlüsse im Prüfungsjahr 2008 noch um 2,2 % (-106) ab, meldet das Statistische Bundesamt für das Prüfungsjahr 2009 eine Zunahme der erfolgreich abgelegten Prüfungen um 7,7 % (+368).

Für die Absolventinnen wird 2009 ein Anstieg der bestandenen Examina und Promotionen um 15,7 % (+168) gemeldet, 2008 waren die Zahlen noch um 7,8 % (-91) zurückgegangen. Bei den Männern verlassen nach einem Rückgang von 0,4 % im Jahr 2008 (-15) im Prüfungsjahr 2009 wieder 5,4 % (+200) mehr die Hochschulen mit einem Abschluss.

Ein Vergleich der Prüfungsjahre 1995 und 2009 zeigt eine Zunahme der von Frauen erreichten akademischen Grade um 18,2 % (+191), der Höchststand von 2001 mit 1.350 Abschlüssen wird aber im Prüfungsjahr 2009 mit 1.240 registrierten erfolgreichen Prüfungen noch knapp unterschritten. Bei den Absolventen hingegen nimmt zwischen 1995 und 2009 die Zahl der bestandenen Examina und Promotionen um 13,7 % (-621) ab.

Ein Blick auf die Abschlüsse zeigt, dass der Fachhochschulabschluss im Studienbereich Bauingenieurwesen mit 44,6% noch immer einen hohen Anteil der Gesamtabschlüsse ausmacht, doch die Bachelorabschlüsse haben sich im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt (2008: 438; 2009: 929).

Die Zahl der Promotionen geht auch im Studienbereich Bauingenieurwesen zurück. Im Vergleich zum Vorjahr werden 71 weniger Doktortitel verliehen. Dadurch dass bei den Frauen die Zahl der Promotionen auf 60 (-10) zurückgeht, sich aber die verliehenen Doktortitel bei den Männern ebenfalls um 61 auf 198 reduzieren, erhöht sich der prozentuale Frauenanteil um 2 Prozentpunkte auf 23,3 %.

 

Absolventinnen und Absolventen in Mathematik und Naturwissenschaften in 2009

An den deutschen Hochschulen wurden nach Mitteilungen des Statistischen Bundesamtes im Prüfungsjahr 2009 (Wintersemester 2008/09 und Sommersemester 2009) insgesamt 58.287 Abschlussprüfungen in der Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaften erfolgreich abgelegt. Das entspricht einem Anstieg von 8,7 % (+4.665) gegenüber dem Vorjahr. Die Steigerungsraten bei den Frauen (8 % bzw. +1.719) und den Männern (9,2 % bzw. +2.946) fällt geringer aus als noch 2008 (13,6 %; 10,8 %). Zudem sinkt der prozentuale Frauenanteil 2009 um 0,3 Prozentpunkte auf 39,9 %. Trotzdem beenden im Prüfungsjahr 2009 in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften insgesamt 23.259 Frauen und 35.028 Männer ihr Studium, und damit so viel Absolventinnen und Absolventen wie niemals zuvor – seit dem Jahr 1995 haben sich die bestandenen Hochschulprüfungen bei den Frauen annähernd verdoppelt.

Bachelor-Studiengänge gewinnen an den Hochschulen weiter an Bedeutung, doch werden die meisten Abschlüsse in der Fächergruppe Mathematik/Naturwissenschaft noch immer in Diplomstudiengängen abgelegt: Von den Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2009 erwerben 35,6 % (20.742) einen universitären Abschluss (Universitätsdiplom oder gleich-wertiger Abschluss), 10,2 % ein Fachhochschuldiplom (5.935), und 12,9 % (7.519) beenden ihr Studium mit einer Lehramtsprüfung. 6,4 % (3.718) der Gesamtabschlüsse dieser Fächergruppe sind Master- und 22,2 % (12.948) Bachelorabschlüsse. Den höchsten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr haben die Bachelorabschlüsse zu verzeichnen: Die Gesamtabschlüsse nehmen im Prüfungsjahr 2009 um 52,4 % (+4.452) zu, bei den Bachelorabsolventinnen um 39,4 % (+1.297), bei ihren männlichen Kommilitonen um 60,6 % (+3.155).

Die Zahl der Promotionen ist bei den Männern im Prüfungsjahr 2009 leicht rückläufig. Wurden bei ihnen im Prüfungsjahr 2008 noch 4.570 Doktortitel gezählt, gehen diese 2009 auf 4.505 zurück. Dagegen erhöht sich der Anteil der Frauen an den Promotionen: 2009 schließen insgesamt 2.920 Frauen ihre Dissertation ab, und damit 187 mehr als noch im Jahr zuvor. Der prozentuale Frauenanteil erhöht sich dadurch um 1,9 Prozentpunkte auf 39,3 %.

Im Studienbereich Mathematik werden im Prüfungsjahr 2009 7.804 Prüfungen erfolgreich abgelegt, eine Steigerung um 13,3 % (+916) zum Vorjahr.

27,5 % (2.150) aller bestandenen Examina führen zu einem universitären, 4,4 % (341) zu einem Fachhochschulabschluss, 14,4 % (1.125) erfolgreiche Bachelor- und 2,1 % (165) Masterabschlüsse werden im Prüfungsjahr 2009 registriert. Außerdem werden 3.606 (46,2 %) Lehramtsprüfungen erfolgreich abgelegt und 417 (5,3 %) Promotionen mit der Verleihung des Doktorgades abgeschlossen.

Der Studienbereich Mathematik ist generell ein Studienbereich mit einem sehr hohen Frauenanteil. 54,9 % der registrierten Abschlüsse werden von Frauen abgelegt. Vor allem bei den Lehramtsprüfungen sind die Frauen mit 71,2 % (2.569) überdurchschnittlich hoch vertreten, aber auch bei den Bachelorabschlüssen erhöht sich ihr Anteil um 24,9 % (+123) im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt verlassen im Prüfungsjahr 2009 11,6 % (+446) mehr Frauen die Hochschulen mit einem Abschluss als noch im Jahr zuvor.

Nur bei den Promotionen sind die Frauen nicht so stark vertreten. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Anzahl der verliehenen Doktortitel bei Frauen und Männern insgesamt um 46 auf 417. Mit einem prozentualen Frauenanteil von 26,1 % im Prüfungsjahr 2009 registriert das Statistische Bundesamt zudem einen Rückgang der Quote um 1,1 Prozentpunkte.

Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen im Studienbereich Physik, Astronomie hat sich im Prüfungsjahr 2009 weiter erhöht. Laut Statistischem Bundesamt steigt die Zahl der bestanden Examina und Promotionen um 17,7 % (+792) auf 5.274 an. 1.006 davon werden von Frauen absolviert. Ihr Anteil liegt 2009 damit bei 19,1 %.

Die Anzahl der Absolventinnen und Absolventen im Studienbereich Physik, Astronomie verändert sich im Zeitverlauf teilweise stark. 1996 wurden die bis dato höchsten Zahlen an Absolventinnen und Absolventen registriert. Danach sanken die Zahlen bis 2004 kontinuierlich auf einen Tiefstand von 2.937, um anschließend bis 2009 stetig anzusteigen. Die Zahl der männlichen Absolventen hat 2009 (4.268) den Stand von 1995 (4.864) noch nicht wieder erreicht. Dagegen hat sich im gleichen Zeitraum die Beteiligung der Frauen tendenziell verdoppelt (1995: 562; 2009: 1.006). Ihr Anteil liegt 2009 bei 19,1 % (1995: 10,4 %).

Auch bei den Promotionen erhöht sich der prozentuale Frauenanteil (+2,1 Prozentpunkte). Dieser Anstieg ergibt sich dadurch, dass im Prüfungsjahr 2009 236 Frauen mit einem Doktortitel die Hochschule verlassen, 16 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Promotionen bei den Männern geht im gleichen Zeitraum um 74 auf 974 Abschlüsse zurückgeht.

Waren im Studienbereich Chemie im Prüfungsjahr 2008 noch 15,4 % weniger Abschlüsse bei den Prüfungsämtern verzeichnet, erhöht sich die Anzahl der Absolventinnen und Absol-venten im Prüfungsjahr 2009 um 939 auf insgesamt 7.035. Aufgeschlüsselt nach Frauen und Männern liegt das Verhältnis bei einem Zuwachs von 13,9 % (+398) zu 16,7 % (+541) im Vergleich zum Vorjahr. Der prozentuale Frauenanteil beträgt somit im Jahr 2009 46,3 %.

Seit 1995 brachen die Zahlen im Studienbereich Chemie immer weiter ein (1995: 6.710) und erreichten im Jahr 2003 einen neuen Tiefstand (2003: 3.822). Seit dem Prüfungsjahr 2003 bis 2009 ist jedoch ein kontinuierlicher Anstieg um 84,1 % (3.213) zu verzeichnen.

Ein Blick auf die bestandenen Examina und Promotionen nach Geschlecht verdeutlicht, dass die Abschlüsse der Frauen seit 1995 zwar rückläufig sind (1995: 2.137), jedoch ab dem Tiefstand im Jahr 2001 (2001: 1.302) wieder kontinuierlich ansteigen. Im Prüfungsjahr 2009 beenden mit 3.258 bestandenen Prüfungen so viele Frauen ein Studium im Studienbereich Chemie wie nie zuvor. Der Anstieg seit 1995 beträgt 52,5 % (+1.121), seit 2001 150,2 % (+1.956). Die bestandenen Abschlüsse der Männer erreichen im Prüfungsjahr 2009 (2009: 3.777) jedoch noch nicht wieder den bisherigen Höchststand von 1996 (1996: 4.638).

Gemessen an allen Absolventinnen und Absolventen dieses Studienbereiches liegt der Anteil der von Frauen bestandenen Examina beim Bachelorabschluss bei 9,9 % (699), die Master-abschlüsse machen 3,1 % (218) aus, die universitären Abschlüsse liegen bei 17,8 % (1.250), die an Fachhochschulen bei 1,2 % (81) und die Lehramtsprüfungen bei 4,7 % (331). Bei den Lehramtsprüfungen ist die Frauenquote mit 61,4% überdurchschnittlich hoch.

Im Prüfungsjahr 2009 schließen insgesamt 1.751 Absolventinnen und Absolventen mit dem Doktorgrad ab. Dadurch, dass im Vergleich zum Vorjahr die Anzahl der Promotionen bei den Frauen um 39 zunehmen, sich aber die Zahl der promovierenden Männer um 14 verringert, erhöht sich der prozentuale Frauenanteil um 1,7 Prozentpunkte auf 38,8%.

Nach Angaben der Prüfungsämter werden an den deutschen Hochschulen im Prüfungsjahr 2009 im Studienbereich Informatik mit insgesamt 18.965 Abschlüssen 4,7 % (+844) mehr bestandene Examina und Promotionen registriert als 2008. Die Zahl der Absolventinnen nimmt um 4,4 % (+120) zu, die der Absolventen um 4,7 % (+724).

Ein Vergleich der Studienjahre 2007 und 2008 zeigt noch einen Rückgang der von Frauen erlangten Hochschulabschlüsse um 2,1 % (-60). Mit 2.857 bestandenen Prüfungen verlassen im Prüfungsjahr 2009 nun so viele ausgebildete Informatikerinnen eine Hochschule wie niemals zuvor. Im Vergleich zum Jahr 2000, dem Jahr mit dem bisher tiefsten Stand an Absolventinnen seit Mitte der 90er Jahre, erhöht sich die Anzahl der von Frauen bestandenen Abschlüsse um fast das fünffache (2000: 610; 2009: 2.857).

Von den insgesamt 18.956 Informatik-Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2009 sind 15,1 % Frauen. 3,6 % (684) der Frauen erwerben einen universitären Abschluss (Universitätsdiplom oder gleichwertiger Abschluss), 3,6 % ein Fachhochschuldiplom (691), 0,4 % (69) beenden ihr Studium mit einer Lehramtsprüfung, 1,8 % (341) mit einem Master- und 5,1 % (969) mit einem Bachelorabschluss.

Die Anzahl der verliehenen Doktortitel nimmt im Vergleich zum Prüfungsjahr 2008 um 3,5 % (+24) zu: Bei den Frauen steigt die Zahl der Promotionen um 4 % (+4), bei den Männern um 3,4 % (+20).

 

Vorläufige Zahlen für das Studienjahr 2009 zeigen erneut einen deutlichen Anstieg bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern

Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahmen im Studienjahr 2009 (Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010) rund 423 400 Erstsemester ein Studium an Hochschulen in Deutschland auf, darunter 210 800 Frauen (50%). Im Vergleich zu 2008 ist damit die Zahl der Erstsemester insgesamt um knapp 7% gestiegen.

Für vier ausgewählte technische Studienbereiche - Informatik, Bauingenieurwesen, Elektrotechnik und Maschinenbau - liegen bereits erste vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes über die Studierenden vor, die sich im Studienjahr 2009 (Sommersemester 2009 und Wintersemester 2009/2010) für ein entsprechendes Fachstudium immatrikulierten. Hier zeigt sich, dass insbesondere bei den Studienanfängerinnen ein erneuter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist.

Im Studienbereich Informatik setzt sich der positive Trend des Vorjahres auch im Studienjahr 2009 weiterhin fort. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester wächst erneut um 4,2 % (+1.436) auf insgesamt 35.947 an. Der Anteil der Studienanfängerinnen erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,4 % (+477), bei den Studienanfänger ist ein Anstieg um 3,4 % zu verzeichnen (+959). Die 6.909 Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester Informatik bilden einen Anteil von 19,2 %.

 

Der Studienbereich Bauingenieurwesen hat den höchsten prozentualen Anstieg zu verzeichnen. Die Studierendenzahlen des 1. Fachsemesters nehmen im Studienjahr 2009 um 15,4 % (+ 1.653) zu. Besonders bei den Studienanfängerinnen kommt es zu einer deutlichen prozentualen Steigerung: Die Zahl der Frauen erhöht sich um 17,7 % (+518), die der Männer um 14,6 % (+1.135). Der Frauenanteil liegt im Studienjahr 2009 bei 27,9 % (+0,5 Prozentpunkte): Von den insgesamt 12.345 Studierenden im 1. Fachsemester Bauingenieurwesen sind 3.450 weiblich.

 

Auch im Studienbereich Elektrotechnik schreiben sich 2009 3,3 % mehr Studierende im 1. Fachsemester ein. Im prozentualen Vergleich entscheiden sich mehr Frauen als Männer für diese Studienrichtung. Kommt es bei den Studienanfängern zu einer Steigerung um 3,1 % (+507), nimmt der Anteil ihrer weiblichen Kommilitonen um 5,2 % (+93) zu. Der prozentuale Anteil der Frauen liegt mit 1.880 Studienanfängerinnen bei 9,9 %, eine Erhöhung um 0,2 Prozentpunkte zum Vorjahr.

 

Ein anderes Bild zeigt sich im Studienbereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik. Zwar nimmt auch hier die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester um 5,8 % (+2.484) zu, es schreiben sich 7,1 % (+2.490) mehr männliche Studierende in diesem Studiengang ein als noch im Jahr zuvor, doch im Studienjahr 2009 kommt es erstmalig wieder zu einem leichten Rückgang bei den Studienanfängerinnen. Die Zahl der weiblichen Studierenden im 1. Fachsemester reduziert sich um 0,1 % (-6) im Vergleich zum Vorjahr. Durch den Abfall bei den Studienanfängerinnen und den Anstieg der Studienanfängerzahlen verringert sich der prozentuale Frauenanteil um einen Prozentpunkt und beträgt im Studienjahr 2009 17,8%.

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Ingenieurwissenschaften im Jahr 2008

War 2007 schon ein Zuwachs bei den Erstsemesterzahlen (1. Fachsemester) in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften zu verzeichnen, setzt sich dieser positive Trend auch im Studienjahr 2008 weiterhin fort. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester wächst dabei erneut um 13,4 % (+11.539 Studierende).

Seit dem letzten Einbruch der Studierendenzahlen in diesem Studienbereich im Jahr 2006 mit nur 80.680 Studienanfängerinnen und Studienanfängern (2005: 84.391), sind die Zahlen 2008 um 17.104 auf insgesamt 97.784 Studierende im 1. Fachsemester angestiegen.

Besonders bei den Studienanfängerinnen kommt es zu einem vergleichsweise starken Anstieg. Im Studienjahr 2007 waren noch 16,3 % weniger Frauen im 1. Fachsemester des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften immatrikuliert als 2008. Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen liegt damit bei 21,9 %, d. h. von den insgesamt 97.784 Studierenden im 1. Fachsemester sind 21.373 weiblich. Im Vergleich von 2007 mit 2008 kommt es hier zu einem erneuten Anstieg um 0,6 Prozentpunkte.

 

Innerhalb der Ingenieurwissenschaften hat der Studienbereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik für 2008 den höchsten absoluten Anstieg bei den Erstsemesterzahlen zu verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr schreiben sich im Studienjahr 2008 5.710 Studierende mehr ein, das entspricht einem Plus von insgesamt 15,3 %. Im prozentualen Vergleich ist bei den Frauen mit 15,7 % (+1.103) mehr Studienanfängerinnen ein stärkerer Zuwachs zu erkennen, als bei ihren männlichen Kommilitonen (+15,2 %). Ein Vergleich zwischen den Studienjahren 2006 und 2008 zeigt sogar einen Anstieg bei den Frauen im ersten Semester um 28,5 % (+1.804).

Insgesamt immatrikulieren sich 2008 43.121 Studierende im 1. Fachsemester Maschinenbau / Verfahrenstechnik, darunter 8.126 Studentinnen. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 18,8 %. Dass hier keine Steigerung zum Vorjahr erkennbar ist, ist bedingt durch den ebenfalls starken Anstieg bei den Studienanfängern.

 

Den prozentual höchsten Anstieg innerhalb der Ingenieurwissenschaften gibt es 2008 im Studienbereich Bauingenieurwesen: Im Vergleich zum Vorjahr immatrikulieren sich 19,8 % mehr Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. Fachsemester, ein Zuwachs um 1.765 auf insgesamt 10.701 Studierende.

Verglichen mit 2007 entscheiden sich prozentual mehr Frauen für ein Studium in diesem Bereich als Männer. Besonders bei den Studienanfängerinnen ist mit einem Plus von 27,8 % (+638) ein relativ starker Anstieg zum Vorjahr zu verzeichnen – eine Gegenüberstellung der Studienjahre 2005 und 2008 zeigt sogar eine Steigerung um 46,1 % (+925).

Bei den Studienanfängern immatrikulieren sich 17 % (+1.127) mehr im 1. Fachsemester als noch 2007. Damit erreicht der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen im Bauingenieurwesen im Studienjahr 2008 einen Wert von 27,4 % - eine Zunahme um 1,7 Prozentpunkte.

 

Den vergleichsweise geringsten Zuwachs innerhalb der Ingenieurwissenschaften weist 2008 der Studienbereich Elektrotechnik auf: Es immatrikulieren sich 10,1 % (+1.684) mehr Studierende im 1. Fachsemester als 2007. Die Zahl der Studenten erhöht sich um 9,6 % (+1.450) auf insgesamt 16.596.

Bei den Studentinnen ist jedoch ein prozentual größerer Zuwachs zu erkennen: Wies der Vergleich der Studienjahre 2006 und 2007 noch eine Erhöhung der Studienanfängerinnenzahlen um 1,6 % auf, zeigt sich für 2008 ein Anstieg um 15,1 % zum Vorjahr. Die insgesamt 1.787 Studentinnen im 1. Fachsemester Elektrotechnik bilden im Studienjahr 2008 einen Anteil von 9,7 %, ein Anstieg um 0,4 Prozentpunkte.

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Mathematik und Naturwissenschaften in 2008

Auch in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften zeigen die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes eine positive Entwicklung bei den Studienanfängerinnen- und Studienanfängerzahlen. Vom Studienjahr 2007 auf 2008 erhöhen sich diese um 7 % (+6.377) – die Zahl der Studienanfänger wächst um 7,4 % (+4.078), die ihrer weibliche Kommilitonen um 6,4 % (+2.299).

Der Anteil der Frauen an den insgesamt 97.494 Studienanfängerinnen und Studienanfängern im 1. Fachsemester liegt bei 39,2 %.

 

 

 

Im Studienbereich Informatik ist für das Studienjahr 2008 ein erneuter Zuwachs festzustellen: Im Vergleich zum Vorjahr entscheiden sich 11,3 % mehr Studierende für ein Studium in diesem Bereich. Dadurch erhöht sich ihre Zahl um 3.494 auf 34.511 Studentinnen und Studenten im 1. Fachsemester Informatik.

Seit dem letzten Tiefstand im Jahr 2006 setzt sich damit besonders bei den Studienanfängerinnen der positive Trend weiterhin fort: Nach dem kontinuierlichen Anstieg seit 1995 – hier waren insgesamt 1.778 Studentinnen im 1. Fachsemester immatrikuliert – auf 7.390 Studentinnen im Jahr 2000, sank die Anzahl der Frauen in den Folgejahren auf 4.934 im Jahr 2006. Ein Vergleich der Studienjahre 2006 mit 2008 zeigt nun einen Anstieg der Studentinnenzahlen um 30,4 % (+1.498) – die Steigerung von 2007 auf 2008 liegt bei 21% mehr Studienanfängerinnen (+1.117). Die insgesamt 6.432 Frauen im 1. Fachsemester Informatik im Studienjahr 2008 machen einen prozentualen Anteil von 18,6 % aus - eine Zunahme um 1,5 Prozentpunkte zum Vorjahr.

2008 sind 28.079 Studienanfänger im 1. Fachsemester Informatik immatrikuliert, im Vergleich mit 2007 ein Zuwachs um 9,2 % (+2.377).

 

 

Im Studienbereich Chemie ist 2008 erstmals wieder eine Steigerung bei Studienanfängerinnen und Studienanfängern zu erkennen: Nachdem es 2007 zu einem Rückgang um 1,5 % kam, erhöht sich die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester im Studienjahr 2008 um 5,3 % (+539).

Prozentual immatrikulieren sich 2008 vergleichsweise mehr Männer als Frauen - bei den Studienanfängern entscheiden sich 7,1 % (+407) mehr für ein Studium in diesem Bereich als im Vorjahr, bei den Frauen ist ein Zuwachs von 3,5 % (+186) zu verzeichnen.

Der Frauenanteil liegt bei 47,5 %, das heißt von den insgesamt 11.681 Studierenden im 1. Fachsemester Chemie sind 5.543 weiblich.

 

 

Auch im Studienbereich Physik und Astronomie kommt es 2008 ebenfalls zu einer leichten Steigerung bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern. Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich die Zahl der Studierenden um 3,5 % (+276) auf 8.080. Im Studienjahr 2008 schreiben sich 2,7 % (+49) mehr Frauen und 3,8 % (+227) mehr Männer im 1. Fachsemester ein als 2007 – bei den Studienanfängern eine positive Trendwende, nachdem sich ihre Zahl im Jahresvergleich 2007 / 2006 um 1,3 % reduziert hatte. Bei den Frauen hingegen kam es seit 2006 zu einem Anstieg um 8,5 % (+145).

Insgesamt immatrikulieren sich im Studienjahr 2008 1.845 Frauen und 6.235 Männer im 1. Fachsemester Physik und Astronomie, der Frauenanteil liegt damit bei 22,8 %.

 

 

Im Studienbereich Mathematik ist im Studienjahr 2008 zumindest bei den Studienanfängerinnen eine rückläufige Entwicklung zu erkennen. Insgesamt steigt die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester zwar um 0,8 % (+140) an, und auch bei den Männern ist ein Zuwachs von 3 % (+232) zu verzeichnen. Es immatrikulieren sich im Studienjahr 2008 jedoch 1 % (-92) weniger Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester als noch im Vorjahr.

Die Zahlen zeigen für 2008, trotz des leichten Abfalls bei den Studentinnen, ein relativ ausgeglichenes Geschlechterverhältnis: Mit insgesamt 8.732 Studienanfängerinnen und 8.048 Studienanfängern beträgt der prozentuale Anteil der Frauen 52 %, ein Prozentpunkt weniger als im Vorjahr.

 

Absolventinnen und Absolventen in Ingenieurwissenschaften im Jahr 2008

Bei der Anzahl der abgelegten Prüfungen in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften ist auch im Jahr 2008 weiterhin ein positiver Trend zu verzeichnen: Insgesamt erhöht sich die Zahl der Abschlüsse um 10,7 % (+4.701 absolut).

Insbesondere bei den Absolventinnen wird im Prüfungsjahr 2008 mit 11,9 % (+ 1.167 absolut) mehr bestandenen Prüfungen ein Maximum erreicht. Die kontinuierlich positive Entwicklung der letzten Jahre setzt sich somit auch im Jahr 2008 weiter fort. Die Zahl der von Männern erreichten akademischen Grade erhöht sich um 10,3 % (+3.534 absolut) im Vergleich zum Vorjahr. Die von Frauen bestandenen Prüfungen bilden im Prüfungsjahr 2008 einen prozentualen Anteil von 22,6 %, d. h. von den insgesamt 48.751 Abschlüssen wurden 11.004 von Frauen abgelegt.

Von den Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2008 erwerben in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften 51,7 % (25.216 absolut) ein Fachhochschuldiplom, 22,6 % (10.996 absolut) einen universitären Abschluss (Universitätsdiplom oder gleichwertiger Abschluss), und 1,1 % (515 absolut) beenden ihr Studium mit einer Lehramtsprüfung. Insgesamt 5,2 % (2.541 absolut) erlangen einen Doktortitel. Eine statistische Erfassung der Studienabschlüsse Bachelor und Master erfolgt seit dem Prüfungsjahr 2000. Im Jahr 2008 sind 11,1% (5.426 absolut) der Gesamtabschlüsse Bachelor- und 8,3 % (4.057 absolut) Masterabschlüsse.

Im Studienbereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik ist im Prüfungsjahr 2008 mit einem Zuwachs von 13,7 % (+2.365 absolut) ein besonders deutlicher Anstieg der Abschlusszahlen zu verzeichnen. Bei den Absolventinnen sind 2008 insgesamt 3.799 bestandene Prüfungen registriert, ein Plus von 16,7 % zum Vorjahr. Ein Vergleich der Prüfungsjahre 2005 und 2008 zeigt sogar einen Zunahme von 51,9 %. Noch nie erwarben so viele Frauen einen Hochschulabschluss im Bereich Maschinenbau / Verfahrenstechnik wie im Jahr 2008. Die Anzahl der von Männern bestandenen Abschlüsse erhöht sich um 13 % (+1.821 absolut).

Im Prüfungsjahr 2008 steigt der prozentuale Anteil der von Frauen bestandenen Prüfungen um 0,5 Prozentpunkte auf 19,4 %.

Auch im Studienbereich Elektrotechnik setzt sich der positive Verlauf des Vorjahres im Prüfungsjahr 2008 weiter fort. Die Zahl der Hochschulabschlüsse erhöht sich erneut um 7,6 % (+704 absolut).

Werden im Studienjahr 2005 noch 665 der Studienabschlüsse von Absolventinnen bestanden, so erhöht sich die Zahl bis 2008 um insgesamt 33,7 % auf 889 - die Steigerung von 2007 auf 2008 beträgt 8,8 %. Bei den insgesamt 9.951 Abschlüssen im Prüfungsjahr 2008 entfallen 8,9 % auf Frauen.

 

Im Studienbereich Bauingenieurwesen wiederum nimmt im Prüfungsjahr 2008 die Zahl der Hochschulabschlüsse weiter ab: Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Zahl der bestandenen Prüfungen erneut um 2,2 % (-106 absolut), bei den Männern werden 0,4 % (-15 absolut) weniger registriert.

Besonders bei den von Frauen erworbenen Abschlüssen ist ein deutlicher Rückgang zu erkennen. Wurde im Prüfungsjahr 2007 noch ein Zuwachs von 9,2 % verzeichnet, nimmt die Zahl im Prüfungsjahr 2008 um 7,8 % ab und erreicht mit insgesamt 1.072 fast wieder den Tiefstand von 2006 (1.065 absolut). Dieser Abfall bei den von Frauen erlangten Hochschulabschlüssen schlägt sich auch beim prozentualen Frauenanteil nieder: Von den insgesamt 4.790 Abschlüssen im Prüfungsjahr 2008 sind 22,4 % von Frauen bestanden, ein Rückgang um 1,4 Prozentpunkte zum Vorjahr.

 

Absolventinnen und Absolventen in Mathematik und Naturwissenschaften im Jahr 2008

Bei den Examina und Promotionen in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften ist 2008 ein Aufwärtstrend zu erkennen.
Mit insgesamt 53.622 Hochschulabschlüssen sind 5.707 mehr bestandene Prüfungen registriert als im Vorjahr – ein Plus von 11,9 %. Insbesondere bei den Absolventinnen wird mit einer Zunahme von 13,6 % (+2.587 absolut) ein positives Signal gesetzt. Bei den Männern erhöht sich im Prüfungsjahr 2008 die Zahl der Abschlüsse um 10,8 % (+3.120 absolut).

Die insgesamt 21.540 von Frauen bestandenen Examina und Promotionen lassen im Prüfungsjahr 2008 den prozentualen Frauenanteil um 0,6 Prozentpunkte auf 40,2 % ansteigen.

Von den Absolventinnen und Absolventen des Jahres 2008 erwerben in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften 39,2 % (21.017 absolut) einen universitären Abschluss (Universitätsdiplom oder gleichwertiger Abschluss), 13,1 % (7.045 absolut) ein Fachhochschuldiplom, und 12,3 % (6.578 absolut) beenden ihr Studium mit einer Lehramtsprüfung. Insgesamt erlangen 13,6 % (7.303 absolut) einen Doktortitel. Im Prüfungsjahr 2008 sind 15,8 % (8.496 absolut) der Gesamtabschlüsse Bachelor- und 5,9 % (3.183 absolut) Masterabschlüsse.

War mit den positiven Zahlen von 2007 schon ein starker Anstieg der bestandenen Prüfungen im Studienbereich Mathematik zu verzeichnen, erlangen im Prüfungsjahr 2008 erneut 20 % mehr (+1.148 absolut) Frauen und Männer einen akademischen Grad in diesem Studienbereich.

Prozentual gesehen ist der Zuwachs bei den von Frauen bestandenen Abschlüssen mit 21 % höher als bei den Männern - hier registriert das Statistische Bundesamt eine Zunahme um 18,7 % zum Vorjahr. Ein Vergleich der Prüfungsjahre 2005 und 2008 zeigt bei den Männern einen Anstieg der bestandenen Examina und Promotionen um 46 %, bei den Frauen sogar um 57,7 %.

Die insgesamt 3.836 von Frauen erlangten akademischen Abschlüsse entsprechen im Prüfungsjahr 2008 einem prozentualen Anteil von 55,7 %.

 

Im Studienbereich Physik, Astronomie ist im Prüfungsjahr 2008 ein Zuwachs der Abschlüsse zu erkennen. Die Zahl der bestandenen Prüfungen steigt um 14,9 % auf insgesamt 4.482 an.

Bei den Männern sind im Prüfungsjahr 2008 13,9 % mehr Examina und Promotionen registriert als noch im Vorjahr.
Auch in diesem Studienbereich haben die Frauen einen deutlichen Anteil am Aufwärtstrend – die Zahl der von Frauen abgelegten Prüfungen erhöht sich um 19,1 % auf insgesamt 893 und bildet damit einen Anteil von 19,9 % an den Gesamtabschlüssen.

Im Studienbereich Chemie ist eine ähnlich positive Entwicklung wie in der Mathematik und der Physik erkennbar. Die Zahl der Abschlüsse steigt im Prüfungsjahr 2008 nochmals um 14,9 % (+792 absolut) auf insgesamt 6.096 an.

Nahm noch 2007 die Anzahl der von Männern bestandenen Prüfungen in diesem Studienbereich ab, so werden für das Prüfungsjahr 2008 13,7 % (+389 absolut) mehr Hochschulabschlüsse registriert.

Bei den Frauen hingegen kam es bereits in den zurückliegenden Jahren zu einem kontinuierlichen Anstieg und auch für das Jahr 2008 ist erneut ein Zuwachs um 16,4 % (+403 absolut) auf insgesamt 2.860 Abschlüsse zu verzeichnen.

Im Studienbereich Informatik zeigt sich ein anderes Bild. Zwar nimmt hier die Zahl der Gesamtabschlüsse im Vergleich zum Vorjahr um 4% (+698 absolut) zu und auch die Anzahl der von Männern bestandenen Prüfungen erhöht sich um 5,2 % (+758 absolut) auf 15.375.

Bei den Absolventinnen ist jedoch erstmalig wieder ein Rückgang zu erkennen: Seit dem letzten Tiefstand im Prüfungsjahr 2000 (mit 610 von Frauen erlangten Abschlüssen) war die Zahl der Examina und Promotionen bis zum Jahr 2007 kontinuierlich auf 2.797 angestiegen und nimmt nun im Prüfungsjahr 2008 um 2,1 % ab (-60 absolut). Ein Vergleich der Prüfungsjahre 2005 und 2008 zeigt jedoch immer noch einen Zuwachs um 22,7 %.

Durch den Anstieg bei den Absolventen und den Rückgang bei den Absolventinnen liegt der prozentuale Frauenanteil mit 15,1 % um 1 Prozentpunkt niedriger als im Vorjahr.

 

Vorläufige Zahlen für das Studienjahr 2008 bestätigen den positiven Trend bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern

(Quelle: Statistisches Bundesamt, korrigierte Zahlen vom 02. Juni 2009)

Noch nie zuvor gab es so viele Studienanfängerinnen und Studienanfänger an deutschen Hochschulen, wie im Studienjahr 2008 (Sommersemester 2008 und Wintersemester 2008/09). Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahmen rund 386.500 Frauen und Männer ein Studium auf, eine Erhöhung um weitere 9.000 Studierende im Vergleich zum Spitzenwert 2003.

Für vier ausgewählte technische Studienbereiche - Informatik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauingenieurwesen - liegen bereits erste vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes über die Studierenden vor, die sich im Studienjahr 2008 (Sommersemester 2008 und Wintersemester 2008/09) für ein entsprechendes Fachstudium immatrikulierten. Hier zeigt sich, dass insbesondere bei den Studienanfängerinnen ein erneuter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist.

 

Im Studienbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik steigen die Studierendenzahlen des 1. Fachsemesters im Studienjahr 2008 um insgesamt 11,2 % (+4.172) an, ein Zuwachs von 11,3 % (+3.443) mehr Männern und 10,4 % (+729) mehr Frauen als im Vorjahr. Für 2008 ist im Studienbereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik ein Frauenanteil von 18,6 % (7.752 der insgesamt 41.583 Studierenden sind weiblich) zu verzeichnen.

 

Im Studienbereich Bauingenieurwesen ist für 2008 ebenfalls ein positiver Trend bei den Studierendenzahlen im 1. Fachsemester erkennbar - insgesamt immatrikulierten sich 10,7 % (+954) mehr Studierende als 2007. Dabei erhöht sich die Zahl der Studienanfänger um 7,9 % (+528), die der Studienanfängerinnen steigt sogar um 18,6 % (+426) an. Der Anteil der weiblichen Studierenden liegt bei 27,5 % (2.720 Studienanfängerinnen).

 

Der Studienbereich Elektrotechnik weist für 2008 ebenfalls eine Steigerung der Erstsemesterzahlen auf. Mit 17.419 Studienanfängerinnen und Studienanfängern schreiben sich 4,3 % (+720) mehr Frauen und Männer in diesen Studienbereich ein als noch 2007. Bei den Frauen kommt es dabei zu einem Anstieg von 7,5 % (+117), die Zahl ihrer männlichen Kommilitonen nimmt nur um 4,0 % (+603) zu. Der Anteil der weiblichen Studierenden erhöht sich erneut um 0,3 Prozentpunkte und macht 2008 9,6 % (1.670 Studienanfängerinnen) aus.

 

Im Studienbereich Informatik schreiben sich insgesamt 3,5 % (+1.089) mehr Studierende ein als noch 2007. Im Vergleich entscheiden sich besonders Frauen vermehrt für diese Studienrichtung. Kommt es bei den Männern zu einer Steigerung von 1,9 % (+476), nimmt der Anteil der Frauen um 11,5 % (+613) zu. Insgesamt entscheiden sich 2008 32.106 Studierende für ein Studium im Bereich Informatik. Der prozentuale Anteil der Frauen liegt damit bei insgesamt 18,5 % (5.928 Studienanfängerinnen), eine Erhöhung um 1,4 % zum Vorjahr.

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Ingenieurwissenschaften im Jahr 2007

(Quelle: Statistisches Bundesamt, korrigierte Zahlen vom 02. Juni 2009)

War 2006 noch eine rückläufige Tendenz bei den Erstsemesterzahlen (1. Fachsemester) in den Ingenieurwissenschaften zu verzeichnen, schreiben sich 2007 wieder deutlich mehr Studierende in dieser Fächergruppe ein. Dies bedeutet einen Anstieg um 6,5 % (5.229) auf insgesamt 85.909 Studierende. Die Zahl der Studienanfängerinnen wächst dabei um insgesamt 10,2 % (1.699 Studentinnen) an, bei den Studienanfängern ist ein Plus von 5,5 % (3.530 Studenten) festzustellen.

2007 liegt der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen bei 21,4 %, d.h. von den insgesamt 85.909 Studierenden im 1. Fachsemester sind 18.359 weiblich. Im Vergleich des prozentualen Anteils an Frauen von 2006 mit dem Jahr 2007 ist ein Anstieg um 0,8 Prozentpunkte zu erkennen.

 

 

Innerhalb der Ingenieurwissenschaften verzeichnet der Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik für 2007 den höchsten absoluten Anstieg der Erstsemesterzahlen: Im Vergleich zum Vorjahr schreiben sich 2.790 Studierende mehr ein, das entspricht einem Plus von insgesamt 8,1 %. Bei den Frauen ist mit 11,1 % (+701) mehr Studienanfängerinnen ein prozentual stärkerer Zuwachs zu erkennen als bei ihren männlichen Kommilitonen (+7,4 %).

Insgesamt schreiben sich 2007 37.411 Studierende in Maschinenbau/Verfahrenstechnik ein, darunter 7.023 Studentinnen. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 18,8 %, eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte zum Vorjahr.

 

Den höchsten prozentualen Anstieg innerhalb der Ingenieurwissenschaften hat der Bereich Bauingenieurwesen zu verzeichnen. 2007 immatrikulieren sich hier 10,5 % mehr Studierende im 1. Fachsemester, ein Zuwachs um 850 auf 8.936 Studentinnen und Studenten. Verglichen mit 2006 entscheiden sich prozentual gesehen mehr Frauen als Männer für ein Studium des Bauingenieurwesens. Dabei steigt der Anteil der Studienanfängerinnen um 11,8%, während es bei den Studienanfängern ein Plus von 10,1 % zu verzeichnen gibt.

Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen im Bauingenieurwesen erreicht 2007 einen Wert von 25,7 % (2.294 Frauen). Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 0,3 Prozentpunkte.

 

Die geringsten Veränderungen weist der Bereich Elektrotechnik auf: Ein Vergleich der Jahre 2006 und 2007 zeigt eine Steigerung der Studienanfängerinnen und Studienanfänger um 4,4 % (+703) auf insgesamt 16.699 Studierende. Die Zahl der Studenten erhöht sich um 4,7 % (+678) auf 15.146, die der Studentinnen um 1,6 % (+25) auf 1.553. Vergleicht man jedoch die Zahlen der Studienanfänger-innen und Studienanfängern im 1. Fachsemester Elektrotechnik von 2007 (16.699) mit dem letzten Höchststand von 2003 (19.055), so zeigt sich eine rückläufige Entwicklung von 12,4 %.

In Bezug zum Jahr 2006 zeigt sich bei dem prozentualen Anteil der Studentinnen im 1. Fachsemester Elektrotechnik im Jahr 2007 ein leichter Rückgang um 0,3 Prozentpunkte auf 9,3 %.

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger in Mathematik und Naturwissenschaften im Jahr 2007

(Quelle: Statistisches Bundesamt, korrigierte Zahlen vom 02. Juni 2009)

2007 ist erstmalig wieder ein Anstieg der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften zu erkennen.

Seit dem Höchststand der Erstsemesterzahlen 2003 (98.226 Studierende), war der Wert drastisch gesunken und erreichte 2006 mit 88.908 Studentinnen und Studenten einen Tiefstand.

Im Vergleich zum Vorjahr schreiben sich 2007 insgesamt 3,3 % mehr Studierende ein - die Zahl der Studienanfängerinnen steigt um 3,4 % an, die ihrer männlichen Kommilitonen um 3,2 % auf zusammen 91.837 Studienanfängerinnen und Studienanfänger.

Der prozentuale Anteil der Frauen liegt wie im Vorjahr bei 39,5 %.

Auch im Bereich Informatik ist für 2007 ein Zuwachs festzustellen: Im Vergleich zum Vorjahr entscheiden sich 6,4 % mehr Studierende für ein Studium in diesem Bereich, dadurch erhöht sich ihre Zahl um 1.872 auf 31.017 Studentinnen und Studenten im 1. Fachsemester Informatik. Damit kommt es auch in der Informatik erstmalig wieder zu einer Trendwende. Seit dem bisherigen Höhepunkt im Jahr 2000 mit 38.083 Studierenden, sank die Zahl kontinuierlich, bis zum Tiefstand mit 29.145 Studierenden in 2006. Im Jahr 2007 schreiben sich nun insgesamt 6,2 % (+1.491) mehr Männer und 7,7% (+381) mehr Frauen ein als im Jahr zuvor.

Der Anteil der Studentinnen im 1. Fachsemester liegt 2007 in der Informatik bei 17,1 % (insgesamt 5.315 Frauen). Nach dem kontinuierlichen Anstieg seit 1995 – hier waren insgesamt 1.778 Studentinnen im 1. Fachsemester immatrikuliert - auf 7.390 Studentinnen im Jahr 2000 (19,4 % der Studienanfänger im 1. Fachsemester im Jahr 2000 waren weiblich), sank die Anzahl der Studentinnen in den Folgejahren auf 4.934 im Jahr 2006 (16,9 % der Studienanfänger im 1. Fachsemester im Jahr 2006 waren Frauen). Für das Jahr 2007 ist nunmehr wieder ein leichter Anstieg zu erkennen.

Im Bereich Physik, Astronomie kommt es 2007 ebenfalls zu einer leichten Steigerung bei den Studienanfängerinnen und Studienanfängern. Im Vergleich zum Vorjahr erhöht sich die Zahl der Studierenden um 0,2 % (+17). Insgesamt entscheiden sich 5,6 % mehr Frauen (+96) für ein Studium in diesem Bereich, die Zahl ihrer männlichen Kommilitonen reduziert sich im Vergleich zu 2006 jedoch um 1,3 % (-79)

Damit ergibt sich für das Jahr 2007 eine Gesamtzahl von 7.804 Studierenden im 1. Fachsemester Physik, Astronomie, darunter 1.796 Studienanfängerinnen. Der prozentuale Anteil der Frauen liegt mit 23 % höher als im Vorjahr (21,8%).

Im Gegensatz dazu, ist im Studienbereich Mathematik eine rückläufige Entwicklung zu erkennen. Mit insgesamt 16.640 Studierenden haben sich 2007 1,7 % (-155) weniger Frauen und 1,8 % (-143) weniger Männer für ein Studium in diesem Bereich entschieden als im Jahr zuvor.

Die Zahlen zeigen für 2007 auch weiterhin ein relativ ausgeglichenes Geschlechterverhältnis: mit insgesamt 8.824 Studienanfängerinnen liegt der Wert dabei um knapp 1.000 über dem der Männer (7.816 Studienanfänger). Der prozentualen Anteil der Frauen bleibt wie auch im Jahr zuvor bei 53 %.

Auch in der Chemie ist ein negativer Entwicklungstrend zu erkennen: Insgesamt immatrikulieren sich 11.088 Studierende, ein Rückgang um 1,5 % (-165) zum Vorjahr. Das Minus bei den Studienanfängern ist im Vergleich zu 2006 dabei deutlich höher als bei ihren weiblichen Kommilitonen: 1,9 % weniger Studienanfänger (-110) und 1,0 % weniger Studienanfängerinnen (-55). Damit sind 2007 insgesamt 5.731 Studenten und 5.357 Studentinnen im 1. Fachsemester Chemie eingeschrieben.

Der prozentuale Anteil der Frauen weist mit 48,3 % eine leichte Steigerung zu 2006 (hier waren 48,1 % der Studierenden Frauen) auf.

 

Absolventinnen und Absolventen in Ingenieurwissenschaften im Jahr 2007

Bei der Zahl der abgelegten Prüfungen in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften ist auch im Jahr 2007 weiterhin ein positiver Trend zu verzeichnen: Insgesamt schließen 7,7 % mehr Ingenieurabsolventinnen und -absolventen ein Studium ab als im Vorjahr. Die absolute Zahl der Abschlüsse erhöht sich um 3.136 auf insgesamt 44.050.

Insbesondere bei den Absolventinnen wird mit der absoluten Zahl von 9.837 Abschlüssen ein neuer Höchststand erreicht. Die kontinuierlich positive Entwicklung der letzten 30 Jahre setzt sich somit auch im Jahr 2007 weiter fort.

Die Abschlussquote bei den Frauen erhöht sich um 7,6 % im Vergleich zum Vorjahr, während bei den Männern ein Plus von 7,7 % zu verzeichnen ist. Der prozentuale Anteil der Absolventinnen liegt wie schon 2006 bei 22,3 %.

Im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik schließen mit insgesamt 17.224 Absolventinnen und Absolventen 8,9 % mehr Männer und Frauen ein Studium ab als im Vorjahr. Eine nähere Betrachtung der Entwicklung der Abschlussquote der Absolventinnen zeigt, dass sich die positive Entwicklung auch 2007 weiter fortsetzt.

Noch nie schlossen so viele Frauen ein Studium im Bereich Maschinenbau/Verfahrenstechnik ab wie im Jahr 2007.

Insgesamt steigt die Zahl im Vorjahresvergleich erneut um 12,6 % auf 3.255 Absolventinnen an. Damit erreicht der prozentuale Anteil an Frauen 18,9 %.

In der Elektrotechnik ist eine ähnlich positive Entwicklung erkennbar. Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen steigt nochmals um 7,2 % auf insgesamt 9.247 an. Damit erhöht sich auch die Zahl der Absolventinnen auf einen neuen Höchststand von 817 - ein Zuwachs von 13,9 %. Die Elektrotechnik bleibt allerdings innerhalb der Ingenieurwissenschaften das Fach mit der geringsten Zahl an Ingenieurstudentinnen bzw. -absolventinnen. Der prozentuale Anteil der Absolventinnen erreicht 8,8 %, das entspricht im Vorjahresvergleich einem leichten Anstieg um 0,5 Prozentpunkte.

Im Bereich Bauingenieurwesen ist 2007 erstmalig wieder ein Rückgang bei den Gesamtabschlüssen zu erkennen. Mit insgesamt 4.896 Absolventinnen und Absolventen beenden 128 Männer und Frauen weniger ein Studium als im Vorjahr - ein Minus von 2,5 %. Während 5,7 % weniger Studenten ein Studium in diesem Bereich abschließen, erhöht sich im Gegensatz dazu die Abschlussquote bei den Frauen deutlich um insgesamt 9,2 % auf 1.163. Dadurch steigt auch der Absolventinnenanteil auf 23,8 % an und erreicht 2007 den höchsten Wert seit mehr als 30 Jahren.

 

 

Absolventinnen und Absolventen in Mathematik und Naturwissenschaften im Jahr 2007

In der Fächergruppe Mathematik und Naturwissenschaften ist 2007 erneut ein Aufwärtstrend bei den Absolventinnen und Absolventen zu erkennen. Nahmen die Zahlen in den vorangegangenen Jahren schon kontinuierlich zu, so ist für 2007 - im Vergleich zu 2006 - ein nochmaliger Anstieg um 11,2 % zu erkennen. Damit schließen im aktuellen Prüfungsjahr 2007 insgesamt 47.915 Studierende ein Studium in diesem Bereich ab - im Vergleich zum Vorjahr 1.978 (11,7 %) mehr Frauen und 2.844 (10,9 %) mehr Männer. Die Frauenquote liegt bei 39,6 %.

 

War mit dem Höchststand von 2006 schon ein starker Anstieg bei den Absolventinnen- und Absolventenzahlen im Bereich der Informatik zu verzeichnen, setzt sich dieser Trend auch 2007 fort: Es schließen 13,4 % mehr Frauen und Männer ein Studium ab - eine Steigerung um 2.054 auf insgesamt 17.414 Absolventinnen und Absolventen.Prozentual gesehen ist der Zuwachs bei den Männern mit 14,8 % mehr als doppelt so hoch wie bei ihren weiblichen Kommilitonen, dort wird eine Steigerung von 6,4 % erreicht.

Die insgesamt 2.797 Absolventinnen entsprechen einem prozentualen Anteil von 16,1 %. Durch den starken absoluten Anstieg bei den Männern, sinkt die Quote der Absolventinnen deutlich unter die des Vorjahres: 2006 liegt der Anteil noch um 1 Prozentpunkt höher.

Im Bereich der Physik, Astronomie setzt sich die positive Entwicklung bei den Abschlüssen weiter fort. Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen steigt auf insgesamt 3.902 an, eine Erhöhung um 12,9 %. Auch hier ist bei den Frauen prozentual ein deutlich stärkerer Zuwachs festzustellen als bei ihren männlichen Kommilitonen. Im Vergleich zum Vorjahr schließen 17 % mehr Absolventinnen ein Studium ab, bei den Männern zeigt sich ein Plus von 12 %. Der prozentuale Anteil der Absolventinnen liegt mit 19,2 % deutlich über dem Vorjahreswert von 18,5 %.

Bei der Mathematik kommt es im Prüfungsjahr 2007 ebenfalls zu einem Anstieg der Absolventinnen und Absolventen. Mit insgesamt 5.740 Studierenden schließen 11,6 % mehr Frauen und Männer ein Studium in diesem Bereich ab als im Vorjahr, eine absolute Steigerung um fast 600 Prüfungen. Bezogen auf das Geschlechterverhältnis heißt das: Mit insgesamt 3.169 Absolventinnen (ein Plus zum Vorjahr von 13,5 %) und 2.571 Absolventen (ein Plus zum Vorjahr von 9,3 %) erhöht sich 2007 der prozentuale Anteil der Absolventinnen erneut und erreicht 55,2 %.

In der Chemie ist eine Trendwende zu beobachten. Zwar erhöhen sich auch hier die Absolventinnen- und Absolventenzahlen im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 % auf insgesamt 5.304 Frauen und Männer. Doch schließen 2007 0,4 % weniger Männer ein Chemiestudium ab als noch 2006, ein Minus von 12 Absolventen. Bei ihren weiblichen Kommilitonen hingegen, steigt die Abschlussquote im Vorjahresvergleich um 5,0 %, ein Plus von 118 Absolventinnen. Dadurch erhöht sich der prozentuale Anteil der Absolventinnen um 1,3 Prozentpunkte auf 46,3 %.

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger Ingenieurwissenschaften und Informatik 2006

Die rückläufige Entwicklung der Erstsemesterzahlen in den Ingenieurwissenschaften setzt sich auch in 2006 weiter fort: Im Vergleich zu Vorjahr schrieben sich insgesamt 4,4 % (rund 3.700) weniger Studierende in dieser Fächergruppe ein. Die Zahl der Studienanfängerinnen ging um 3 % zurück, bei den Studienanfängern ist ein Minus von 4,8 % festzustellen. Mit 16.660 Studienanfängerinnen sank ihre Zahl in diesem Jahr unter den Wert des Jahres 2002 (16.722 Studienanfängerinnen). Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen liegt bei 20,6 %.

Balkendiagramm AnfängerInnen

Verglichen mit dem bisherigen Höhepunkt der Studienanfängerinnen- und Studienanfängerzahl im Jahr 2003 ist bei den Frauen ein Rückgang um 12,2 %, bei den Männern ein Minus von 6,6 % festzustellen. Insgesamt nahm die Zahl der Studierenden im 1. Fachsemester in den Ingenieurwissenschaften seit 2003 um 7,8 % ab, das entspricht einem absoluten Rückgang um knapp 6.900 Frauen und Männer.

Diagramm AnfängerInnen

Innerhalb der Ingenieurwissenschaften verzeichnet die Elektrotechnik das stärkste Minus: Im Vergleich zum Vorjahr schrieben sich 9,3 % weniger Studienanfängerinnen ein, bei den Studienanfängern sind es sogar 11 % weniger - insgesamt ein Minus von 10,9 %, das entspricht fast 2.000 Frauen und Männern. Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen liegt nach wie vor knapp unter 10 %.

Auch im Maschinenbau ist ein deutlicher Rückgang festzustellen: Fast 1.900 weniger Erstsemester als im Vorjahr schrieben sich 2006 in diesem Studienbereich ein, wobei die Zahl der Studienanfänger um 5,9 %, die der Studienanfängerinnen um 1,1 % zurückging. Aufgrund des stärkeren Rückgangs bei den Männern stieg der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen auf 18,3 %.

In der Informatik setzt sich der bereits seit 2000 zu beobachtende Rückgang der Studienanfängerinnen- und -anfängerzahlen ebenfalls fort: Im Vergleich zum Vorjahr schrieben sich 2,3 % (rund 700) weniger Frauen und Männer in diesem Bereich ein. Allerdings ist der Rückgang bei den Frauen mit einem Minus von fast 5 % deutlich stärker als bei ihren männlichen Kommilitonen, deren Zahl nur um 1,8 % zurückging. Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen liegt bei 16,9 %.

 

Absolventinnen und Absolventen Ingenieurwissenschaften und Informatik 2006

Die Zahl der abgelegten Prüfungen in diesen Bereichen steigt weiterhin an: In den Ingenieurwissenschaften wurden im Prüfungsjahr 2006 3,8 % mehr Abschlüsse gemacht als im Vorjahr, das entspricht absolut 1.500 Absolventinnen und Absolventen. Die absolute Zahl der Ingenieurabsolventinnen erreichte mit 9.100 Frauen einen neuen Höchststand und setzt die kontinuierliche positive Entwicklung der letzten 30 Jahre fort. Ihre Zahl erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 5,5 % während bei den Männern ein Plus von 3,4 % festzustellen war. Der prozentuale Anteil der Absolventinnen liegt aktuell bei 22,3 %.

Balkendiagramm AbsolventInnen

Im Maschinenbau schlossen insgesamt 15.800 Frauen und Männer ein Studium ab. Das sind 1.200 Absolventinnen und Absolventen mehr als im Vorjahr - ein Plus von 8,4 %. Bei den Absolventinnen stieg die Zahl sogar um fast 16 % auf knapp 2.900 Maschinenbauabsolventinnen an. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 18,3 %. Noch nie haben so viele Frauen ein Studium in diesem Bereich beendet.

Eine ähnliche Entwicklung ist auch in der Elektrotechnik festzustellen: 2006 erreichte die Zahl der Absolventinnen mit 707 einen neuen Höchststand und wuchs prozentual um fast 8 %. Insgesamt stieg die Zahl der Absolventinnen und Absolventen um 4,2 % auf absolut 8.600.

Eine Betrachtung der Entwicklung der Absolventinnenzahl über die letzten 5 Jahre zeigt, dass sie in den Ingenieurwissenschaften insgesamt um 25 Prozent gestiegen ist. Im Maschinenbau verdoppelte sich ihre Zahl und in der Elektrotechnik hat sie sich fast verdreifacht.

Diagramm Absolventinnen

Auch in der Informatik setzt sich die positive Entwicklung der Zahl der Abschlüsse fort: Im Vergleich zum Vorjahr schlossen fast 13 % mehr Studierende ein Informatikstudium ab, das entspricht absolut rund 1.700 Frauen und Männern. Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen stieg auf fast 15.400 und erreichte einen neuen Höchststand. Auch hier ist bei den Absolventinnen prozentual ein stärkerer Zuwachs als bei ihren männlichen Kommilitonen festzustellen: Fast 18 % mehr Absolventinnen gegenüber einem Plus von fast 12 % bei den Absolventen.

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger Ingenieurwissenschaften 2005

In der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften ist die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger mit einem Minus von 0,7 % insgesamt leicht rückläufig. Allerdings zeigt sich bei den Frauen und Männern eine gegenläufige Tendenz: Während die Zahl der Studienanfängerinnen im Vorjahresvergleich deutlich um fast 5 % sank, war bei den Studienanfängern ein leichter Anstieg von 0,4 % zu beobachten.

Wie das folgende Diagramm zeigt, hat der ingenieurwissenschaftliche Studienbereich Bauingenieurwesen mit einem Minus von fast 12 % bei den Frauen und knapp 4% bei den Männern den stärksten Rückgang zu verzeichnen.

Diagramm Veränderungen StudienanfängerInnen Ingenieurwissenschaften 2006 zum Vorjahr

Unter den ca. 84.000 Studienanfängerinnen und Studienanfängern, die 2005 ein ingenieurwissenschaftliches Studium aufnahmen, waren rund 17.000 Frauen. Das entspricht einem prozentualen Anteil etwa 20 %.

Nachdem sich die Zahl der Studienanfängerinnen in den Ingenieurwissenschaften kontinuierlich positiv entwickelt hat, ist die Tendenz seit den letzten beiden Jahren rückläufig, wie die folgende Grafik verdeutlicht:

Diagramm Verlauf Studienanfängerinnen Ingenieurwissenschaften

 

Absolventinnen und Absolventen Ingenieurwissenschaften 2005

Die Zahl der abgelegten Prüfungen in den Ingenieurwissenschaften entwickelt sich in 2005 weiterhin positiv. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Absolventinnen und Absolventen um knapp 6 % auf 39.400. Der Anteil der Absolventinnen lag bei 22 %.

Das folgende Diagramm zeigt die prozentualen Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr 2004:

Diagramm Veränderungen AbsolventInnen Ingenieurwissenschaften 2006 zum Vorjahr

Besonders im Maschinenbau und der Elektrotechnik stieg die Zahl der Absolventinnen prozentual sehr deutlich, allerdings sind die absoluten Zahlen weiterhin auf recht niedrigem Niveau: Im Maschinenbau beendeten im Jahr 2005 330 Frauen mehr ein Studium als im Vorjahr (2004: 2.171 Absolventinnen, 2005: 2.501 Absolventinnen). Ihr Anteil an den abgelegten Prüfungen lag damit bei 17,2%.

In der Elektrotechnik sind es absolut 165 Absolventinnen mehr als 2004 (2004: 500 Absolventinnen, 2005: 665 Absolventinnen). Ingesamt wurden damit 8 % der Prüfungen in diesem Bereich von Frauen absolviert (2005: 8.274 abgelegte Prüfungen gesamt).

Diagramm Verlauf Absolventinnen Ingenieurwissenschaften

Wie das Diagramm zeigt, setzt sich damit die ingesamt positive Entwicklung der Absolventinnenzahlen der letzten Jahre in den Ingenieurwissenschaften fort.

Eine gegenteilige Entwicklung zeigt die Betrachtung der Absolventenzahl, die zwar seit 2003 wieder wächst, sich insgesamt aber rückläufig entwickelt. Während die Zahl der Absolventinnen seit 1999 um 18 % anstieg, sank im gleichen Zeitraum die Zahl der Absolventen um 12 %.

Abgelegte Prüfungen

Eine Betrachtung der abgelegten Prüfungen nach Abschlüssen zeigt, dass mehr als die Hälfte (56 %) aller Absovlentinnen und Absolventen ihr Studium mit einem Fachhochschulabschluss beendeten. Die neuen reformierten Bachelor- und Masterabschlüsse machen zusammen 10 % aus. Die folgende Grafik zeigt die Verteilung der Prüfungen im Jahr 2005 nach Abschlüssen:

Diagramm abgelegte Prüfungen 2005

 

Studienanfängerinnen und Studienanfänger Informatik 2005

Ein Drittel der Frauen und Männer, die 2005 ein mathematisch-naturwissenschaftliches Studium aufnahmen, entschied sich für den Studienbereich Informatik. Von den 35.636 Studienanfängerinnen in dieser Fächerguppe wählten nur 15 % (5.178 Frauen) diesen Bereich. Das folgende Tortendiagramm zeigt die prozentuale Verteilung der Studienanfängerinnen im 1. Fachsemester auf die mathematisch-naturwissenschaftlichen Studienbereiche:

Tortendiagramm

Quelle: Statistisches Bundesamt 2006

Die seit 2000 rückläufige Entwicklung der Studienanfängerinnenzahlen in der Informatik setzt sich auch in 2005 fort: Im Vergleich zum Vorjahr nahmen 110 (- 2,1 %) Frauen weniger ein Informatikstudium auf (2004: 5.288 Anfängerinnen, 2005: 5.178 Anfängerinnen).

Auch bei ihren männlichen Kommilitonen setzt sich die rückläufige Tendenz des Vorjahres weiter fort: Die Zahl der Studienanfänger ging um 461 (- 1,8 %) auf 24.655 Anfänger zurück (2004: 25.126 Anfänger). Der prozentuale Anteil der Studienanfängerinnen liegt wie im Vorjahr bei 17,4 %.

Studienbereich Informatik, Studienjahr 2005:

Studienanfängerinnen und Studienanfänger im 1. FS

Studienbereich Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 5.178 24.665 29.843 17,4 %

Das folgende Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Studienanfängerinnen- und Studienanfängerzahlen im Studienbereich Informatik von 1975 bis 2005. Darunter finden Sie die entsprechende Datentabelle.

 

Absolventinnen und Absolventen Informatik 2005

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Absolventinnen in der Informatik um 26,8 % gesteigert: 2005 schlossen 472 mehr Frauen ein Studium ab als 2004 (2004: 1.759 Absolventinnen, 2005: 2.231 Absolventinnen). Bei ihren männlichen Kommilitonen ist eine Steigerung um 2.315 (+ 25,4 %) Absolventen auf 11.412 festzustellen (2004: 9.097 Absolventen). Der prozentuale Anteil der Absolventinnen stieg 2005 leicht auf 16,4 % und lag damit 0,2 Prozentpunkte höher als in 2004 (16,2 %).

Studienbereich Informatik, Prüfungsjahr 2005:

Absolventinnen und Absolventen

Studienbereich Frauen Männer Gesamt % Frauen
Informatik 2.231 11.412 13.643 16,4 %

Das folgende Verlaufsdiagramm zeigt die Entwicklung der Zahl der Informatikabsolventinnen und -absolventen von 1975 bis 2005. Darunter finden Sie die entsprechende Datentabelle.

Abgelegte Prüfungen

Obwohl Dreiviertel der Studierenden 2005 ihr Studium mit einem Diplom- bzw. Fachhochschulabschluss beendeten, sind die neuen Studienabschlüsse in der Informatik weiter auf dem Vormarsch: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen um knapp 50 % (2004: 1.212 Absolventinnen und Absolventen, 2005: 1.775 Absolventinnen und Absolventen). Prozentual ist der Anteil der Bachelor-Absolventinnen trotz eines leichten Rückgangs immer noch höher als in den klassischen Diplomabschlüssen: 2005 sind 19,4 % der Bachelors Frauen, bei den Masters sind es 20,9 %.

Die folgende Grafik zeigt die prozentuale Verteilung der Absolventinnen und Absolventen auf die im Prüfungsjahr 2005 abgelegten Prüfungen:

Quelle: Statistisches Bundesamt 2006

Studienbereich Informatik, Prüfungsjahr 2005:

Absolventinnen und Absolventen

Abgelegte Prüfung Frauen Männer Gesamt % Frauen
Diplom (U) 567 3.592 4.159 13,6 %
Fachhochschulabschluss 1.045 5.222 6.267 16,7%
Bachelorabschluss 345 1.430 1.775 19,4 %
Masterabschluss 142 536 678 20,9 %
Promotion 51 469 520 9,8 %
Lehramt 81 163 244 33,2 %
Studienbereich gesamt 2.231 11.412 13.643 16,4 %
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