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Beruf

Hier finden Sie eine Auswahl aktueller Daten zur beruflichen Situation von Ingenieurinnen und Ingenieuren und Beschäftigten im IT-Bereich. Dargestellt werden die Entwicklungen der Zahlen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und Arbeitslosen in diesen Bereichen.

Die Daten basieren auf den Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA) und Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Weitere Hinweise zu den Daten

Eine Zusammenstellung weiterführender Materialien und Links zu anderen Datenquellen im Internet zum Thema Beruf und Arbeitsmarkt finden Sie hier.

Beschäftigung von Ingenieurinnen und Ingenieuren 2006

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2006 in Deutschland insgesamt rund 26 Mio. Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter 12 Mio. Frauen. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 45,3 %. Von diesen 12 Mio. Frauen sind 0,6 % (70.600) als Ingenieurinnen beschäftigt. Mit mehr als einer halben Million (648.600 Frauen und Männer) machen die Ingenenieurinnen und Ingenieure 2,5 % aller sozialverischerungspflichtig Beschäftigten aus.

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieurinnen und Ingenieure

(Berufsgruppen 601 bis 607) in Deutschland

Jahr Frauen Männer Gesamt % Frauen
2006 70.626 577.929 648.555 10,9 %

Die Gesamtzahl der Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland hat sich seit 1999 nur wenig verändert. 2006 waren absolut 5.459 mehr Frauen und Männer in diesen Berufsgruppen beschäftigt als 7 Jahre zuvor. Das entspricht einem prozentualen Zuwachs von 0,8 %. Dieser ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der Anzahl der Ingenieurinnen zurückzuführen, die in diesem Zeitraum absolut um 8.070 Frauen und prozentual um fast 13 % angestiegen ist. Im Gegensatz dazu waren 2006 0,4 % Männer (2.611 Männer) weniger als Ingenieure beschäftigt als im Jahr 1999.

Die folgende Grafik veranschaulicht die absoluten Veränderungen der Zahl der beschäftigten Ingenieurinnen und Ingenieure zwischen den Jahren 1999 und 2006.

Bei den Ingenieurinnen und Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus und den Elektroingenieurinnen und Elektroingenieuren sind die gegenläufigen Tendenzen der Beschäftigungszahlen von Frauen und Männern noch deutlicher: Während sowohl die Gesamtanzahl und die der Männer 2006 im Vergleich zu 1999 rückläufig sind, sind bei den Ingenieurinnen deutliche Steigerungen festzustellen. Die Differenz von 1.773 Ingenieurinnen im Maschinen- und Fahrzeugbau entsprechen prozentual einem Plus von 30,8 %, bei den Elektroingenieurinnen sind es 13,6 %.

Altersstruktur der Ingenieurinnen und Ingenieuren

Mehr als die Hälfte aller Ingenieurinnen und Ingenieure (348.513 Beschäftigte) sind zwischen 35 und 49 Jahren alt. Zu der Altergruppe der 25-bis 34-Jährigen zählen fast ein Drittel der Frauen (22.781 Ingenieurinnen), während bei den Männern diese Gruppe nur einen prozentualen Anteil von knapp 20 % ausmacht. Ein Viertel aller Männer (146.663 Ingenieure) ist 50 Jahre und älter.

Die Analyse der Entwicklung der Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ingenieurinnen nach Altergruppen zeigt, dass die Frauen zwischen 35 und 49 Jahre die größte Gruppe bilden. 2006 waren 50,9 % (35.918) der Ingenieurinnen in dieser Altergruppe. In den letzten Jahren ist diese Gruppe der Ingenieurinnen kontinuierlich gewachsen: Im Vergleich zu 1999 stieg ihre Zahl um 27 % (1999: 28.274 Ingenieurinnen).

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der absoluten Zahlen der Ingenieurinnen seit 1999 in den einzelnen Altersgruppen. Die entsprechende Darstellung der Altergruppen bei den Männern sowie die Datentabelle finden Sie weiter unten.

Am stärksten wuchs die Zahl der Ingenieurinnen mit einem Alter von 50 Jahren und älter. Seit 1999 ist in dieser Altergruppe eine Steigerung um 77 % von 5.600 Frauen auf 9.892 Frauen im Jahr 2006 festzustellen. Diese Gruppe macht aktuell 14 % aller beschäftigten Ingenieurinnen aus.

Im Gegensatz dazu ist die Zahl der Ingenieurinnen zwischen 25 und 34 Jahren rückläufig: 2006 machte diese Altergruppe einen Anteil von 32,3 % (22.781) aller Ingenieurinnen aus, während es 7 Jahre zuvor noch 43,1 % (1999: 26.953) waren. Das entspricht einem prozentualen Rückgang von 15 %.

 

Arbeitslosigkeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren 2006

Nach Angaben der Arbeitslosenstatistik der Bundesagentur für Arbeit waren 2006 ca. 37.600 Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen deutlichen Rückgang um rund 15.200 Arbeitslose - prozentual ein Minus von fast 30 %. Bei den Ingenieurinnen ist die Zahl sogar um 32 % (4.520 Frauen) gesunken, bei den Männern um 28 % (10.767 Männer). Ein Viertel (25,4 %) der Arbeitslosen ist weiblich.

Arbeitslose Ingenieurinnen und Ingenieurinnen

(Berufsgruppen 601 bis 607) in Deutschland

Jahr Frauen Männer Gesamt % Frauen
2006 9.547 28.033 37.581 25,4 %

Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der Zahl der arbeitslos gemeldeten Ingenieurinnen und Ingenieure seit 1999. Die seit 2003 zu beobachtende positive Tendenz rückläufiger Arbeitslosenzahlen setzt sich damit weiter fort.

 

Beschäftigung in der IT-Branche 2005

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesanstalt für Arbeit setzt sich die insgesamt positive Entwicklung im IT-Bereich mit einem leichten Zuwachs fort. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigen Frauen das dritte Jahr in Folge rückläufig und liegt mittlerweile unter dem Wert von 2002. Ihr Anteil ging im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte auf 19,8 % zurück.

Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in der Berufsgruppe 774. Unter der Tabelle finden Sie das Diagramm als pdf-Datei zum Download.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte

Berufsgruppe 774: Datenverarbeitungsfachleute

Jahr Frauen Männer Gesamt % Frauen
1999 75.919 287.329 363.248 20,9 %
2000 81.177 314.808 395.985 20,5 %
2001 86.788 338.642 425.430 20,4 %
2002 89.378 350.906 440.284 20,3 %
2003 89.853 350.603 440.456 20,4 %
2004 89.486 353.514 443.000 20,2 %
2005 88.780 359.603 448.383 19,8 %

Anmerkung: In der Berufsgruppe 774 Datenverarbeitungsfachleute werden laut Systematik der Bundesagentur für Arbeit auch Datenverarbeitungskaufleute, Datentechnische Assistenten sowie Informatikassistenten erfasst.

 

Arbeitslosigkeit in der IT-Branche 2005

Nach einem Anstieg in den letzten beiden Jahren ist 2005 bei den Arbeitslosenzahlen im IT-Bereich ein Rückgang um insgesamt 5,5 Prozentpunkte festzustellen. Trotzdem sind im Vergleich zum Jahr 2001 immer noch deutlich mehr als doppelt so viele Frauen und Männer in diesem Bereich arbeitslos.

Die positive Entwicklungstendenz zeigt sich auch bei den arbeitslosen Frauen, deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 9,2 Prozentpunkte (1.066 Frauen) zurückging.

Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der Zahl der Arbeitslosen in der Berufsgruppe 774. Darunter finden Sie das Diagramm als pdf-Datei zum Download.

Arbeitslose

Berufsgruppe 774: Datenverarbeitungsfachleute

Jahr Frauen Männer Gesamt % Frauen
1999 6.066 14.995 21.061 28,8 %
2000 5.455 15.772 21.227 25,7 %
2001 6.384 19.779 26.163 24,4.%
2002 9.238 35.177 44.415 20,8 %
2003 11.476 50.225 61.701 18,6 %
2004 11.618 51.524 63.142 18,4 %
2005 10.552 49.063 59.615 17,7 %

Die Arbeitslosenquoten

Der stetige Anstieg der Arbeitslosenquote der letzten Jahre setzt sich 2005 nicht fort. Die aktuellen Zahlen belegen seit dem Jahr 2000 erstmals einen Rückgang der Arbeitslosenquote im IT-Bereich. Im Vergleich zum Vorjahr sank 2005 die Quote um 0,8 Prozentpunkte auf 11,7 %.

Wie in den vergangenen 3 Jahren lag die Arbeitslosenquote bei den Männern mit 12,0 % über der der Frauen, bei denen die Quote 10,6 % beträgt.

Das folgende Diagramm veranschaulicht die Entwicklung der Arbeitslosenquoten bei den Frauen und Männern in der Berufsgruppe 774. Darunter finden Sie das Diagramm als pdf-Datei zum Download.

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