Studie der Initiative D21 und Microsoft: Sicherheitsbewusstsein der Internetnutzer steigt
Die Sonderstudie „Sicher Surfen 2008: Wie schützen sich Onliner im Internet?“ zeigt deren weiter steigendes Sicherheitsbewusstsein. Sie führen häufiger Aktualisierungen durch und setzen verstärkt Sicherheitssoftware ein. Gleichzeitig nimmt der Informationsbedarf im Bereich Datenschutz deutlich zu. Rückläufig ist jedoch die Kontrolle der PC-Nutzung von Kindern durch ihre Eltern. Eher verbieten sie ihnen den Zugang ganz.
Die repräsentative Sonderstudie zum Thema Sicherheit im Rahmen des (N)ONLINER Atlas 2008, einer Studie der Initiative D21 und durchgeführt von TNS Infratest, wird jährlich im Auftrag von Microsoft veröffentlicht. Sie setzt ihren Fokus in diesem Jahr auf die Bereiche Sicherheitsempfinden und -bewusstsein, Informationsstand und -bedarf sowie Kinderschutz.
„Unsere Sonderstudie zum Thema Sicherheit verzeichnete auch in diesem Jahr einen erfreulichen Aufwärtstrend beim Sicherheitsbewusstsein“, sagt Achim Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. „Das Interesse der Internetnutzer am Thema Datenschutz hat sich im Jahrestrend fast verfünffacht. Das ist ein deutliches Signal für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft. Der Schutz der Privatsphäre muss an die Spitze der Agenda. Das Thema Sicherheit im Internet bleibt also ein Dauerbrenner.“
Sicherheitsempfinden und -bewusstsein bei den Bürgern gewachsen
Der Anteil der Online-Nutzer, die ein Update durchführen, sobald es vorhanden ist, stieg im Vergleich zum Vorjahr um fast 20 Prozent auf 74 Prozent. Weniger als 10 Prozent aktualisieren ihr Betriebssystem seltener als einmal im Monat oder nie. 2007 waren dies noch 18 Prozent. Immer mehr Anwender setzen auch Sicherheitssoftware wie Antiviren-Programme, Firewalls oder das Microsoft Sicherheitscenter ein. Entsprechend bemerkten weniger Nutzer einen Virus oder eine andere schädliche Software auf ihrem Computer und über die Hälfte der Anwender fühlt sich gut bis sehr gut geschützt.
Informationsstand und -bedarf
Im Bereich Informationsstand und -bedarf waren die Ergebnisse nicht so positiv. So halten sich weiterhin nur etwas mehr als ein Drittel der Anwender für gut bis sehr gut informiert, mit leicht rückläufiger Tendenz. Dies widerspricht scheinbar dem verbesserten Sicherheitsempfinden. Ursache ist, dass der Bedarf nach Informationen über Viren und Trojaner deutlich rückläufig ist, aber dafür beim Thema Datenschutz und -sicherheit von 6,7 auf 21,6 Prozent stieg. Auch bei allgemeinen Informationen zur Sicherheit wuchs der Anteil von 17,5 auf 35,7 Prozent. Die Verantwortung für die Sicherheit im Internet sehen erstmals jeweils über die Hälfte der Befragten bei Anbietern von Internetangeboten wie Online-Shops oder Banken sowie bei Internet-Providern.
Kinderschutz
Im Vergleich zum Vorjahr gaben nur noch 48 Prozent der befragten Eltern an, ihren Kindern unter 14 Jahren Zugriff auf einen Computer im Haushalt zu gewähren. Dies ist ein deutlicher Rückgang um fast 10 Prozent. Von denjenigen Eltern, deren Kinder Zugriff besitzen, verwenden 48 Prozent spezielle Software oder Browsereinstellungen zum Kinderschutz. Dies entspricht zwar einem Anstieg von 5 Prozent, aber immer noch über die Hälfte der Kinder surft völlig ungeschützt im Internet. Immerhin ist der Anteil der Eltern, die überhaupt keine Regeln bei der Computernutzung für ihre Kinder aufstellen, mit gut 3 Prozent gering. Tendenziell lässt die persönliche Kontrolle durch die Eltern jedoch nach. So beobachten nur noch 60 Prozent, etwa 20 Prozent weniger als im Vorjahr, die Zeit, die ihre Kinder vor dem PC verbringen. Und nur noch 33 Prozent stellen zeitliche Regeln für die Nutzung auf.
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